Wikifolio „Dynamische Relative Stärke“

creatures 8Das wikifolio „Dynamische Relative Stärke“ wurde auf Grundlage der „Modifizierten Relative-Stärke-Strategie“ erstellt, die Anfang des Jahres vorgestellt wurde.

Als zusätzlicher Rettungsschirm in längerfristigen, negativen Marktphasen werden alle Werte verkauft, wenn das Börsenbarometer nach Uwe Lang ein Verkaufssignal generiert. Bitte beachten Sie dabei, dass hier das modernisierte Börsenbarometer mit einer größeren Anzahl an Indikatoren verwendet wird, wie in „Börse Online“ veröffentlicht. Das Depot „Kombinierte Methode“ basiert auf dem älteren Börsenparameter, so dass die Kauf- und Verkaufsignale sich unterscheiden können.

Die Strategie hat in der Vergangenheit vor allem in steigenden Märkten eine deutliche Outperformance gegenüber dem Markt erzielen können. Sie ist für chancenorientierte Anleger konzipiert und eignet sich als Depotbeimischung.

Hier die Beschreibung der Handelsidee:

Grundlage dieses wikifolios soll die Relative Stärke Strategie nach Levy sein.
Als Aktienpool soll der HDAX (DAX, MDAX, TecDAX) verwendet werden.

Da die Originalstrategie einige Gefahren bergen kann, wie der Kauf von Aktien, deren Momentum bereits den Zenit überschritten haben, bzw. das späte Verkaufssignal (hier ab RSL-Ranglistenplatz 76), soll die Strategie um dynamische Komponenten erweitert werden.

Kauf: Neben dem RSL-Ranglistenplatz soll als zusätzliches Kriterium mittels des 5 Wochen und des 13 Wochen gleitenden Durchschnitts überprüft werden, ob der Aufwärtstrend noch intakt sein kann.

Verkauf: Neben dem Cast-Out Kriterium Ranglistenplatz 76 oder schlechter soll ein Verkaufssignal auch erfolgen:
– sobald der 130 Tage RSL unter „1“ fällt
– sobald der 130 Tage RSL unter den RSL des HDAX fällt
Als zusätzliche Absicherung gegen negative Marktphasen sollen alle Werte des Portfolios verkauft werden, wenn das Börse-Online Börsenparameter nach Uwe Lang ein Verkaufssignal generieren kann. Das Portfolio soll dann ca. 100% Cash halten, bis ein neues Kaufsignal erfolgen kann. In der Regel soll die Depotzusammensetzung einmal im Monat überprüft werden. Bei speziellen Marktphasen oder Ereignissen kann auch eine wöchentliche Prüfung erfolgen.

Für Interessierte geht es hier zum wikifolio.

6 Kommentare

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    • Matthias Eisleb on 18/03/2018 at 11:55
    • Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich finde Ihre Seite sehr gut da viele statische Handelssysteme aufgelistet sind. Ich selbst verwende in meinem Portfolio auch Momentum Strategien. Eine davon ist die Cornerstone Growth Strategie die ich leider bei Ihnen in der Liste nicht gefunden habe. Diese war und ist auch sehr erfolgreich gegenüber dem breiten Durchschnitt. Wissenschaftlich untersucht wurde sie von O‘ Shaugnessy und veröffentlicht. Ich bin der Meinung das sich diese weiter verbessern lässt durch einen übergeordneten Anker und weniger Aktien sowie ein breiteres Aktienuniversum wie z.B. der TF Prime Germany.
    Desweiteren handel ich auch nach ‚Sell in Juli‘.Hier kaufe ich aber zusätzlich einen Dax short ETF im Juli und August. Das bringt nochmal ein paar Prozentpunkte. Nun meine Frage: Da ich leider nicht die technischen Möglichkeiten habe einen Backtest zu machen……..Könnten Sie mir diese beiden Strategien mal durchrechnen und einen Backtest bis 1990 machen? Sie können diese beiden Strategien ja auch in Ihre Liste mit aufnehmen bzw. einen Wikifolio erstellen.

    Hoffe auf baldige Antwort!

    MFG
    M.Eisleb

    1. Hallo Herr Eisleb,

      vielen Dank für die Informationen.
      Das Buch „What Works on Wall Street“ von James O’Shaugnessy habe ich vor zwei bis drei Jahren gelesen. Ich stimme vollkommen mit Ihnen überein, dass die vorgestellten Strategien eine überdurchschnittliche Rendite liefern können.
      Deshalb habe ich mit einer der Strategien – allerdings nicht die Cornerstone Growth, sondern eine mit mehr Parametern – gearbeitet. Dazu habe ich einen Pool mit rund 300 deutschen, europäischen und US-amerikanischen Aktien zusammengestellt. Im Urlaub habe ich die Auswertung über einen Zeitraum von zwei Wochen mit mehreren Stunden Arbeit pro Tag umgesetzt, um festzustellen, dass der Aktienpool einfach zu klein war, um befriedigende Ergebnisse zu liefern. Es ist davon auszugehen, dass der Aktienpool dafür aus mindesten 2000 Aktien bestehen sollte. Da die fundamentalen Daten manuell zu suchen und in die Tabellen einzufügen sind, sprengt dies vom Aufwand her jeden Rahmen.
      Sollte ich einen Scanner finden, der ein Download der gesuchten Daten ermöglicht, und der bezahlbar ist, werde ich mich der Aufgabe nochmals widmen. Aber mit den momentan zur Verfügung stehenden Werkzeugen, sehe ich keine Möglichkeit, die Strategien umzusetzen.

      Für die zweite Strategie „Sell in Juli“ kann ich mit zwei Einschränkungen einen Backtest machen:
      Zum einen kann ich für die den langen Zeitraum keine ETF-Daten einsetzen, ich müsste also fiktive Long und Short ETFs aus dem DAX-Stand bilden, die keine Gebühren etc. beinhalten.
      Zum anderen arbeite ich zur Zeit an einem zeitintensiven Backtest bestimmter Strategien, der noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Zudem stehen private Renovierungsarbeiten an. Kurzfristig wird es nicht möglich sein.

      Beste Grüße
      Mathias

  1. Moin Mathias,

    frohes Neues wünsch‘ ich Dir.

    Deine Seite ist ohne Frage ausgezeichnet. Sehr informativ und die Strategie gut nachvollziehbar.

    Bezüglich der Regeln für einen Kauf bei der „Dynamischen Relative Stärke“-Strategie, wüsste ich gerne wie Du anhand des 5 bzw. 13 Wochen-Durchschnitts prüfst, ob ein Aufwärtstrend vorliegt.

    Beste Grüße
    Jochen

    1. Hallo Jochen,

      auch Dir ein frohes Neues.
      Die Ermittlung des Aufwärtstrends anhand der 6-, bzw. 13 Wochen-Durchschnitte ist relativ einfach:
      – Lade Dir die Tageschlusskurse der letzten 3 Monate (plus ein paar Tage Puffer, um auf 65 Börsentage zu kommen) der zu überprüfenden Aktie herunter.
      – Bilde den Mittelwert der Tagesschlusskurse der letzten 30 Börsentage (6 Wochen).
      – Bilde den Mittelwert der Tagesschlusskurse der letzten 65 Börsentage (13 Wochen).
      – Liegt der 6-Wochen-Schnitt über dem 13-Wochen-Schnitt liegt ein Aufwärtstrend (im Bezug zu den letzten 3 Monaten) vor.

      Ich hoffe, dass ich es verständlich ausdrücken konnte. Falls noch Fragen sind, bitte einfach nochmals melden.

      Beste Grüße
      Mathias

  2. Guten Tag Herr Maier,
    vorab meine Anerkennung. Sie haben hier eine sehr gut gepflegte Seite zur Aktienanlage, die in ihrer Übersichtlichkeit und Praxisnähe beispielhaft ist. Gratulation., bitte weiterführen.

    Ich muss derzeit meine Handelsstrategien aufgrund der neuen Steuergesetze, die herkömmliches Futurehedging nicht mehr zulassen, neu zusammenstellen. In diesem Zusammenhang habe ich mich natürlich auch mit einigen Momentum-Ansätzen beschäftigt, u.a. RS Levy. Dabei ist mir aufgefallen, dass die in ihrer Strategie-Rangliste geführte Modifizierte-Relative-Stärke (Rang 3) eine Gesamtrendite von +112% aufweist. Das von Ihnen zeitgleich aufgelegte wikifolio Zertifikat weist nur eine Rendite von +63% aus. Auch der im Zertifikat ausgewiesene maximale Drawdown von -63% ist mir auf den ersten Blick aus Ihrer Tradehistorie nicht erkennbar. daher meine Fragen:
    1. in welchem zeitlichen Abstand kontrollieren sie die Kurse, täglich, wöchentlich …?
    2. gibt es feste Umschichttermine?
    3. wie erklärt sich die Renditendifferenz?
    4. ist der maximale Drawdown real und wenn ja, was könnte man Ihrer Meinung nach verbessern?

    Ich würde mich hierzu gerne mit Ihnen unterhalten, denn eigentlich war RS Levy schon fest von mir eingeplant. Aber ein Drawdown von > -60% bringt mich sehr ins Grübeln, ob ich das durchhalten kann. Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Schönes Wochenende wünscht
    Hans H.

    1. Hallo Hans,

      vorab vielen Dank für die netten Worte zur Website.
      Aber nun zu den Fragen, dabei möchte ich auf die Historie und auf die Unterschiede zwischen der „Modifizierten Relative-Stärke“ Strategie und der „Dynamischen Relative-Stärke“-Strategie eingehen.

      Begonnen hat alles mit der Relative-Stärke Strategie nach Levy, die auf mehrjährige Sicht sehr erfolgreich war. Hier war Verkaufskriterium Ranglistenplatz 76 oder schlechter aus 110 HDAX-Werten
      (inzwischen beinhaltet der HDAX nur noch knapp 100 Werte, so dass ab Rang 70 verkauft wird).
      Eine Überprüfung ergab, dass die Aktien bei dieser Strategie teilweise sehr spät verkauft werden, und damit einen Großteil der Profite verloren gehen, bzw. sogar Verluste eingefahren werden.

      Dadurch entstand die „Modifizierten Relative-Stärke“, die neben den ürsprünglichen Kriterien auch ein Verkaufssignal generiert, sobald der RSL130 < 1,0 oder unter dem Durchschnitt aller RSL130-Werte des HDAX liegt. Letzteres wurde erst später auf vielfachen Wunsch ergänzt. Die "Dynamischen Relative-Stärke"-Strategie wurde entwickelt, nachdem Daten von der "Modifizierten Relative-Stärke" vorhanden waren. Ein Verkauf unter dem RSL130-Schnitt aller Aktien schnitt deutlich besser ab. Dazu wurde als Sicherheitskriterium die "kombinierte Methode" von Uwe Lang mit eingebaut. Liefert diese ein Verkaufssignal, so werden alle Aktien verkauft und Cash wird vorgehalten bis wieder ein Kaufsignal generiert wird. Jetzt aber konkret zu den Fragen: 1. In der Regel werfe ich täglich einen kurzen Blick auf die Kursbewegungen. Das virtuelle "Modifizierten Relative-Stärke" Depot aktualisiere ich wöchentlich, jeweils freitags nach XETRA-Schluss. 2. Bei der "Modifizierten Relative-Stärke" Strategie wird die Zusammensetzung am letzten Handelstag jeden Monats überprüft. Bei der "Dynamischen Relative-Stärke"-Strategie alle 4 Wochen freitags nach Handelsschluss. Die Umschichtungen erfolgen jeweils am darauf folgenden Montag. 3. Die Renditediffernz ergibt sich durch die Verwendung der kombinierten Methode. Diese hatte sich in der Vergangenheit sehr bewährt, aber letztes Jahr durch den scharfen Einbruch durch die Corona-Krise wurden alle Aktien nahe am Tiefpunkt verkauft, und es wurde erst später bei weitaus höheren Kursen wieder eingestiegen. Der "V"-förmige Kursverlauf der großen Indizes, der in Heftigkeit und Schnelligkeit bis dato einmalig ist, hat hier viel Performance gekostet. 4. Alle Relative-Stärke Strategien sind sehr volatil. Der maximale Drawdown bei den "Standard"-Strategien liegt bei rund 40% (hatte auch der DAX). Dennoch zählen die Momentum-Strategien auf längere Sicht zu den erfolgreichsten. Deshalb bin ich damit investiert. Allerdings nur als ein Baustein von mehreren. D.h. ich investiere nur einen gewissen Prozentsatz des Kapitals in diese Strategie. Den rest streue ich in verschiedene andere Strategien, bzw. Anlageklassen. Damit wird die Gesamt-Volatilität (wie der maximale Drawdown) deutlich gesenkt. Beste Grüße Mathias

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