Auswertung Börsensignale Teil 9: Resümee

In den vergangenen Blogartikeln haben wir einen Blick auf die Performance der einzelnen Börsensignale geworfen.

Zum Abschluss soll nun ein Resümee zu den erworbenen Erfahrungen gebildet werden. Daten wurden in größerem Maßstab gesammelt, aber nun stellt sich die Frage, was wir als Anleger mit den Informationen anfangen können. Schließlich ist das Ziel jedes Investors, egal, ob mit großem oder kleinem Kapitaleinsatz investiert, eine gute Rendite zu erwirtschaften.

Wollen wir einmal schauen, wie weit die Börsensignale dabei hilfreich sind.
Zuvor nochmals ein Blick auf die einzelnen Resultate:

Da viele Aussagen zu den Ergebnissen bereits in den vorausgegangenen Beiträgen getroffen wurden, möchte ich nur kurz darauf eingehen und die wichtigsten Punkte zusammenfassen.
Fast alle Indikatoren liefern geringere Erträge als eine reine Buy-and-Hold Strategie, was mehrere Ursachen hat:

  • Die Corona-Krise mit dem steil und stark abfallendem Kursverlauf hatte zur Folge, dass oftmals am oder nahe des Tiefstkurses verkauft und später bei weitaus höheren Kursen wieder zugekauft wurde.
    Verschärft wurde der Effekt auch dadurch, dass die Auswertung monatlich (am Monatsende) erfolgt. Nehmen wir beispielsweise die 200-Tage-Linien Strategie, so könnte es vorkommen, dass zu Beginn des Monats ein Verkaufssignal erfolgt, das aber erst Ende des Monats in einen Verkauf mündet. Anschließend könnte ein Kaufsignal wieder zu Beginn des Monats generiert werden, der Kauf aber erst zu Monatsende erfolgt. Folglich würde die Ausführung in Summe mit rund 8 Wochen Verzögerung zu der Signalerzeugung erfolgen.
  • Generell werden viele Indikatoren mit zeitlicher Verzögerung veröffentlicht, so dass die Auswertung den Ereignissen hinterherläuft.
  • Der Zeitraum der Auswertung von 10 Jahren kann nur begrenzte Aussagekraft haben. In der ersten Dekade dieses Jahrhunderts wären die Ergebnisse aufgrund der beiden langen Bärenmärkten ab 2001 (Dotcom-Blase) und ab 2008 (Finanzkrise) besser gewesen.

Der Artikel hat ja das Wort Resümee im Titel. Dennoch muss ich den Leser enttäuschen, der jetzt eine klare Handlungsempfehlungen erwartet, was mehrere Gründe hat.
Zum einen ist die Situation jedes Anlegers unterschiedlich. Es gibt junge Anleger, solche, die in der Mitte ihres Arbeitslebens stehen, und die Generation, die kurz vor der Rente steht oder bereits in diese Phase eingetreten ist.
So kann eine junger Mensch risikoreicher agieren als ein Ruheständler, der das Kapital zum Erhalt des Lebensstandards benötigt.
Generell ist die Risikotoleranz jedes Anlegers unterschiedlich. Es gibt risikobereite und sicherheitsorientierte Investoren. Und last but not least wird auch die Höhe des investierten Kapitals ihren Niedersclag bei einer Anlagenentscheidung finden.

Aber letztendlich schwafle ich doch zu gerne, um mit meiner persönlichen Meinung hinter dem Berg zu halten.
These: Bärenmärkte lassen sich nicht eindeutig identifizieren
Um diesen Punkt zu besprechen, müssen wir zwei Typen von Baissen unterscheiden:
– Schwarze Schwäne
– Rezessionen, Überbewertungen usw.
Natürlich kann es dabei Überschneidungen geben, so kann ein „Schwarzer Schwan„-Ereignis eine Rezession auslösen im Gegensatz zu einer Rezession, die durch Marktzyklen geprägt ist.
Bevor wir fortfahren, kommen wir zur Definition eines Schwarzen Schwans:
Ein schwarzer Schwan ist ein Ereignis, das völlig unwahrscheinlich ist, gänzlich überraschend eintritt und (fast) alle erstaunt.“ (Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)
Die Definition lässt eindeutig erkennen, das ein solches Ereignis nicht vorhergesehen werden kann. Wir können erst reagieren, nachdem es eingetreten ist. Folglich lohnt es sich im Alltag nicht, sich damit zu befassen.

Der zweite Typ dagegen lässt sich im Vorfeld erkennen. Zwei Beispiele dazu:
– Das DAX-KGV lag Ende des Jahres 2000 bei über 31 und somit deutlich über dem historischen Durchschnitt.
– Eine inverse Zinsstrukturkurve hatte in der Vergangenheit fast immer eine Rezession zur Folge.

Das klingt ja erst einmal nach einem guten Detektor, hat aber auch nicht zu übersehende Schwachpunkte:
– Das DAX-KGV zur Jahrtausendwende lag auch schon bei 20 deutlich über dem historischen Schnitt. Wer aber zu dem Zeitpunkt verkauft hätte, hätte große Kursgewinne verpasst.
– Die inverse Zinsstrukturkurve ist leider auch kein Timing-Indikator. Sie kann jahrelang invers sein, ehe die Rezession eintritt (falls es überhaupt dazu kommt, was zwar wahrscheinlich aber nicht sicher ist). Auch hier können große Kursgewinne verpasst werden, wenn der Ausstieg zu früh erfolgt.

Wir müssen es also mit Karl Valentin halten:“Nichts Genaues weiß man nicht.

Also sind wir doch hilflos? Ich denke nicht. Nur was kein Anleger meiner Meinung nach tun sollte, ist bei einem Anflug von Risiken alles zu verkaufen und auf das Tagesgeldkonto legen. Die Buy-and-Hold Strategie zeigt in der Auswertung, dass sich damit Geld verdienen lässt.

Persönlich investiere ich neues Kapital in diesen Phasen nicht sofort, sondern lasse es erst einmal auf dem Tagesgeldkonto, um gegebenenfalls zu tieferen Kursen wieder kaufen zu können.
Dabei bietet es sich auch an, das Portfolio zu durchforsten und Aktien, die nicht mehr die ursprünglichen Anforderungen erfüllen, unter Umständen auch abzustoßen.

Für erfahrene Anleger kommt auch eine Teilabsicherung durch den Einsatz von Put-Optionsscheinen oder Derivaten in Betracht. Ich habe das in der Vergangenheit ab und zu schon umgesetzt. In Summe habe ich dadurch keine bessere Rendite erzielt, aber die Volatilität des Portfolios wurde deutlich gesenkt.
D.h. in positiven Marktphasen war die Rendite geringer und bei fallenden Märkten war der Verlust geringer.

Schlusswort:
Werte Leser, haltet die Augen offen und legt Euch im Bedarfsfall eine Strategie zurecht, wobei Buy-and-Hold immer auch seine Berechtigung hat. Und nicht vergessen, dass Panik noch nie ein guter Ratgeber war:
Es ist Euer Geld, also trefft Entscheidungen, die zu Eurem Anlegertyp passen.

PS: Wer mit monatlichen Sparplänen arbeitet, ist fein raus, denn durch den „Cost-Average„-Effekt stören Kurseinbrüche nicht, sofern das Geld nicht kurz oder mittelfristig verplant ist.

 

Auswertung Börsensignale Teil 8: Kansas City Financial Stress Index

Im Februar wurde der Kansas City Financial Stress Index (KCFSI) bei den Börsensignalen mit aufgenommen, da er zwar nicht alle Bärenmärkte, aber doch die extremsten Ereignisse erkannt hat.
Der Index wurde nach der Finanzkrise 2008/09 als Frühindikator entwickelt und versucht über die Geldflüsse Stress im Finanzsystem aufzudecken.

Zwecks Vergleichbarkeit wurde der Indikator bis zum Februar 2014 zurückgerechnet.
Historisch haben Backtests die beste Performance mit Verkaufssignalen bei einem Indexstand größer als 1,0 und einem Wiedereinstieg unter 0,5 geliefert, weshalb diese Parameter auch bei den Börsensignalen und der Auswertung eingesetzt werden.

Die Überprüfung der Performance des Kansas City Financial Stress Index ist eigentlich fast symptomatisch für die meisten der Untersuchungen, die wir bisher durchgeführt haben.
Über einen Zeitraum von 124 Monate – also über 10 Jahre – lieferte der Indikator in lediglich fünf Monaten ein Verkaufssignal. Trotzdem ist die Performance mit absolut 61,5% deutlich schlechter als die Buy-and-Hold Strategie, die mit 90,6% abschneidet.
Wie kann das zustande kommen? Sie werden es ahnen: Der steile V-förmige Verlauf zu Beginn der Corona-Krise hat auch hier seinen Tribut gefordert.
In früheren Untersuchungen (siehe <<Der Kansas City Financial Stress Index>>) über eine Zeitspanne von immerhin 29 Jahre hat der Indikator besser als Buy-and-Hold und sogar bessere Ergebnisse als die 200-Tage-Linien Strategie mit dem 3%-Kriterium geliefert.

Damit wollen wir es an dieser Stelle mit dem KCFSI auch bewenden lassen. Im nächsten Artikel werden wir ein Resümee quer über alle Auswertungen ziehen.

Auswertung Börsensignale Teil 7: KGV und KBV

Die KGV und KBV-Indikatoren setzen sich aus drei Unterkategorien zusammen:

– DAX KGV
– DAX KBV
– Shiller KGV S&P500

Feste Vorgaben zur Auswertung sind hier nicht vorhanden, deshalb wurden historische Werte als Basis genommen.
Beim DAX KGV lag das historische Mittel bei 14,6. So wurde als Verkaufssignal ein KGV größer 15 definiert, ein Kaufsignal sobald das KGV unter 14 liegt.
Beim KBV wird ab einem Wert von 2,0 ein Verkaufssignal gebildet, ein Kaufsignal erfolgt unter 1,5. Dazwischen wird eine Halteposition ausgegeben.
Beim Shiller KGV wird das Verkaufssignal ab 25 generiert, unter 24 wird wieder ein Kaufsignal erzeugt.

Ich hatte eigentlich fast nicht mehr mit gerechnet, doch es gibt tatsächlich Indikatoren, die im Überprüfungszeitraum besser als der eine reine Buy-and-Hold Strategie abgeschnitten haben.

Der Gesamtindikator hat mit einer durchschnittlichen, jährlichen Performance von 8,06% den DAX mit 6,49% deutlich hinter sich gelassen. Betrachten wir die Übersicht, ist zu erkennen, dass die Rendite in erster Linie dem KBV-Indikator zu verdanken ist. Mit einer Gesamtperformance von über 170% (10,19% jährlich) hat die Kennzahl erstaunlich stark performt.
Der DAX KGV hinkt dieser Rendite doch weit hinterher und entspricht eigentlich dem Bild, das wir bei den vorherigen Auswertungen gesehen haben.
Einfach nur enttäuschend war das Potential beim Shiller KGV, der sogar Verluste generiert hat. Insgesamt waren wir mit diesem Indikator nur über einen Zeitraum von 8 Monaten investiert. Das wirft die Frage auf, ob der S&P500 heillos überbewertet ist, oder ob einfach die Basis für die Kauf- und Verkaufssignale falsch gewählt wurde.
Leider lässt sich die Frage nicht objektiv beurteilen. So unbefriedigend die Antwort auch ist, aber das wird die Zukunft zeigen.

Auswertung Börsensignale Teil 6: Wirtschaftsindikatoren

Die Wirtschaftsindikatoren setzen sich aus den fünf folgenden Unterkategorien zusammen:

– ifo Geschäftsklimaindex
– ZEW Konjunkturerwartungen
– GfK Konsumklimaindex
– Einkaufsmanagerindex
– Auftragseingangsindex des verarbeitenden Gewerbes

Es gibt Vorgaben, wie die Daten zu bewerten sind. So gilt beim ifo Geschäftsklimaindex und beim Auftagseingangsindex ein Wert über 100 als positiv (Kaufsignal) und ein Wert unter 100 als negativ (Verkaufssignal).
Beim Einkaufsmanagerindex liegt der Grenzwert bei 50, beim ZEW Konjunkturindex und dem GfK Konsumklimaindex bei 0.

Werfen wir einen Blick auf die Performance, sehen wir ein vertrautes Bild:
Sowohl der Gesamt- als auch die Einzelindikatoren hinken der Buy-and-Hold Strategie weit hinterher. Laßt uns versuchen, Gründe dafür auszumachen.

In der Tabelle fällt ins Auge, dass die Performance umso besser ist, je länger der Investitionszeitraum ist. Der Gesamtindikator generierte im März 2022 ein Verkaufssignal, das bis zum Ende der Untersuchung zum 31.05.2024 Bestand hatte. Mit kleinen Abweichungen finden wir die Abwesenheit vom Markt in dieser Periode auch bei den Unterkategorien.
In dem Zeitraum stieg der DAX um 28,3%, ein Aufschwung der den Wirtschaftindikatoren entging.

Taugen die Indikatoren also nichts?
Sorry, aber das lässt sich so pauschal nicht sagen. Die Indikatoren beziehen sich alle auf Deutschland, wir vergleichen die Performance aber mit den DAX-Konzernen. Und die – richtig – agieren international. Bei einer stagnierenden deutschen Wirtschaft, können diese Multis immer noch in anderen Regionen gutes Geld verdienen.
Ein Fakt, der diese These unterstützt, ist der Umstand, dass der SDAX mit kleineren Werten in dem Zeitraum nur um rund 6% zulegen konnte.

Ein weiterer Punkt ist der Zeitraum der Datenerhebung. Die Indikatoren werden meist Mitte des Monats plus/minus ein paar Tage je nach Index veröffentlicht. Aber das ist nicht der Termin zu dem die Umfragen erhoben wurden. Dieser Termin liegt meist im Vormonat (beim Auftragseingangsindex kommen die Werte sogar mit einer Verzögerung von drei Monaten).
Die Börse dagegen handelt die Zukunft. Dabei geht es nicht um die paar Wochen Verzug, sondern der Effekt ist weitläufiger. Zuletzt war die Entwicklung der Märkte immer geleitet von der möglichen Entwicklung der Leitzinsen. Beispielsweise:
Sinkende Inflation => größere Wahrscheinlichkeit von Leitzinssenkungen => höhere Kurse (und umgekehrt).
Bis Leitzinssenkungen aber bei der Wirtschaft ankommen, können ein bis zwei Jahre vergehen und finden damit noch keinen Eingang in die Indikatoren.

Sicherlich ist das nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Falls Ihr noch weitere Informationen habt, oder falls Ihr anderer Meinung seid, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Auswertung Börsensignale 5: Sentiment

Als nächste Kategorie wenden wir uns den Sentimentindikatoren zu. In diesem Fall beziehen wir uns auf den VDAX New und den VIX, die die Schwankungsbreite für den nächsten 30 Tage des DAX‘ und des S&P 500 ausgeben.

Beide Werte geben die implizite Volatilität des jeweiligen Index in annualisierter Form aus.

Ein Verkaufssignal erfolgt jeweils bei einem Wert über 30, ein Kaufsignal bei einem Wert unter 20. Dazwischen wird eine Halteposition ausgegeben, d.h. das letzte gültige Kauf- oder Verkaufssignal wird beibehalten.

Auch bei den Sentiment-Indikatoren wiederholt sich das Bild der zurückliegenden Auswertungen. Sowohl der Gesamtindikator als auch die beiden einzelnen Unterkategorien schneiden deutlich schlechter ab als die Buy-and-Hold Strategie.
Erneut war der Renditekiller die Verkaufsphase während der Corona-Krise. Zwar erfolgte der Verkauf nicht am Tief, aber doch zu einem tiefen Kurs.
Aber „Wiederholungen gefallen nicht“, wie bereits die alten Römer treffend feststellten. Da die Thematik bereits in früheren Beiträgen ausführlich behandelt wurde, möchte ich es auch damit bewenden lassen.

Auswertung Börsensignale 4: Zinsstrukturkurve und BIP

In diesem Artikel werden die Wertentwicklungen der Kategorien „Zinsstrukturkurve“ und „Bruttoinlandsprodukt“ für den bereits bekannten Überprüfungszeitraum von Februar 2014 bis Mai 2024 betrachtet. Bei beiden Indikatoren existieren keine Unterkategorien.

Die Zinsstrukturkurve generiert ein Verkaufssignal, wenn die kurzfristigen Anleihen eine höhere Rendite liefern als langfristige. Dieser Umstand wird als inverse Zinsstrukturkurve bezeichnet.

Das BIP löst ein Verkaufssignal aus, sobald das Bruttoninlandsprodukt zwei Quartale in Folge sinkt.

Zinsstrukturkurve

Beginnen wir mit dem Positiven: Während der Corona-Krise hat die Zinsstrukturkurve ein Verkaufssignal generiert.
Leider war es das dann aber mit den guten Nachrichten. Mit einer durchschnittlichen, jährlichen Performance von 0,64% in einem Zeitraum, in denen die Börsen überwiegend nach oben zeigten, ist schlicht und ergreifend besch…eiden.
Ab Mai 2019 glänzte die Strategie überwiegend durch das Warten an der Seitenline.

Warum ist die inverse Zinsstrukturkurve dann als Börsensignal aufgeführt?
Die Antwort ist relativ einfach: Auf eine inverse Zinsstrukturkurve folgte in der Vergangenheit fast immer ein Kurseinbruch an den Aktienmärkten.

Wo ist dann das Problem?
Der Indikator ist alles andere als ein Timing-Indikator, was bedeutet, es können Jahre ins Land gehen, bevor eine Korrektur nach dem Auslösen des Indikators erfolgt.

Was heißt das nun für den Anleger?
Eine inverse Zinsstrukturkurve sollte uns Anleger als Warnsignal dienen, die Märkte genau im Auge zu behalten. Sollten weitere Signale, Nachrichten und Fundamentaldaten auf eine Krise hindeuten, könnte beispielsweise eine Absicherung vorgenommen werden (keine Handlungsempfehlung, nur meine Meinung).
Aber keinesfalls sollte hier sofort die Reißleine gezogen werden.

Bruttoinlandsprodukt

Die Performance eines Depots nur unter Berücksichtigung des BIPs wäre mit einer jährlichen Performance von rund 6,1% als eines des wenigen Börsensignal-Strategien in Richtung der Buy-and-Hold Performance.
Der Grund ist relativ schnell zu erkennen, wenn wir einen Blick auf den Investitionszeitraum werfen. Lediglich über ein Quartal hinweg – also drei Monate – war die Strategie nicht investiert. Und das war als Folge der Corona-Krise, allerdings erst, als es mit den Märkten schon wieder aufwärts ging.

Trotz der akzeptalen Performance hat das BIP als Indikator einige Schwachpunkte:

  1. Die Daten kommen stark verzögert. Für das Quartal 1 beispielsweise, das bekanntermaßen den Zeitraum von Januar bis März beinhaltet, wird das BIP irgendwann im April veröffentlicht.
    Ein Verkaufssignal, also ein zwei Quartale in Folge sinkendes BIP kann sieben Monate nach dem ersten Einbruch kommen.
    Dazu kommt, dass die hier im April veröffentlichten Zahlen vorläufig sind. Liegt die Steigerung oder der Rückgang nahe Null, können die zu einem späteren Zeitraum bestätigten Zahlen ein umgekehrtes Ergebnis liefern.
  2. In die gleiche Richtung geht, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird. Eine Rezession kommt in der Regel nicht einfach so aus dem Blauen heraus, sondern wird schon im Vorfeld vermutet. So sind häufig schon die Kurse im Keller, ehe das BIP ein Verkaufssignal auslöst.
  3. Der Indikator gibt ein digitales Signal, nämlich Kauf oder Verkauf, bzw. Rezession oder keine Rezession aus. Absolute Zahlen spielen keine Rolle. Beträgt z.B. das BIP-Wachstum vier Quartale in Folge 0,1%, so steht ein Kaufsignal an. Das maue Ergebnis dürfte an den Börsen aber keine Freudensprünge auslösen.

Auswertung Börsensignale Teil 3: Börsenbarometer

Bei der zweiten Kategorie, die wir begutachten möchten, handelt es sich um Börsenbarometer. Aktuell werden nur zwei Indikatoren beobachtet, nämlich die alte und neue Version der kombinierten Methode nach Uwe Lang.
Ursprünglich wurde noch das Börsenklimabarometer von Ralf Goerkes aufgeführt, das aber nicht mehr verfügbar ist.

Bedingt durch die aktuell geringe Anzahl an Indikatoren, die zudem noch aus derselben Ecke kommen, wird die Aussagekraft sicherlich kein hohes Level haben. Da das Ganze nur als „Versuchsballon“ gestartet wurde, bitte ich um Eure Nachsicht.

Wie bei allen Auswertungen zu dem Thema ist der Überprüfungszeitraum von Februar 2014 bis Ende Mai 2024.

Wir sehen ein bekanntes Bild: Die Buy-and-Hold Strategie schlägt die untersuchten Indikatoren beim Thema Performance – teilweise um Längen. DIe neue Variante der kombinierten Methode schneidet schwächer ab als die Alte. Die Ursache ist in erster Linie darin zu finden, dass die neue Methode beim starken, V-förmigen Abverkauf während der Corona-Krise nahe dem Tief verkauft und zu deutlich höheren Kursen wieder gekauft wurde.
Die alte Variante war in diesem Zeitraum durchgehend investiert. Aber im Gegenzug wurden viel mehr Verkaufs- und Kaufsignale generiert, was nicht nur im Bezug zu den Transaktionskosten, die bei der Auswertung ja berücksichtigt werden, sondern ganz allgemein als Renditekiller anzusehen ist. Deshalb überrascht nicht, dass auch deren Performance eher Richtung unterirdisch geht.
Noch am Besten kommt die Gesamtkategorie aus beiden Methoden über die Runden.

Als Resümee lässt sich festhalten, dass die verwendeten Börsenbarometer – zumindest als Einzelkomponente – wenig hilfreich sind.

Auswertung Börsensignale Teil 2: Technische Indikatoren

Nachdem im letzten Artikel das Gesamtergebnis ausgewertet wurde, soll nun die erste Kategorie, also die verwendeten technischen Indikatoren untersucht werden.

Der Oberbegriff setzt sich aus drei Unterkategorien zusammen:

– Signale der 200-Tage Line mit dem 3%-Kriterium.
– Signale des RSI (30-Tage, 70/30).
– Signale max. Drawdown mit der 15%-Regel.

In der Auswertung wurde die Performance der gesamten technischen Indikatoren, sowie die einzelnen Unterkategorien mit einer reinen Buy-and-Hold Strategie verglichen.
Wie bei der Gesamtbetrachtung ist der Überprüfungszeitraum vom Februar 2014 bis Ende Mai 2024.

Wie schon bei der Gesamtauswertung schneiden alle Indikatoren schlechter ab als die Buy-and-Hold Strategie. Am besten performt die Oberkategorie der technischen Indikatoren, die noch in die Nähe der Haltestrategie rangiert, knapp gefolgt vom RSI.
Auffällig ist das schwache Abschneiden der 200-Tage-Linien Strategie mit einer durchschnittlichen, jährlichen Performance von lediglich 3,2%. Ich habe erst kürzlich einen Backtest der Strategie vom 02.01.1990 bis 31.08.2024 vorgenommen. Dabei war das Resultat mit 8,2% pro Jahr deutlich besser als Buy-and-Hold (+7,0%).

Wie kommen nun die Unterschiede zustande?
Eigentlich kann ich nur wiederholen, was bei der Gesamtauswertung schon berichtet wurde:

„Ein Wertvernichter war dann die Corona-Krise im Jahr 2020. Die Auswertung zeigte erst nach unten, als der DAX bereits das Tief erreicht hatte. D.h. zum tiefsten Kurs wurde verkauft, während ein Einstiegssignal für die verschiedenen Auswertungen erst zu einem weit höheren Kurs wieder generiert wurde.
Diese Phase hat bei allen untersuchten Strategien viel Performance gekostet.

Dabei darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass der Corona-Crash in seiner Ausprägung einzigartig in der Geschichte war. So wurde die Tiefstkurse bereits nach rund einem Monat erreicht, um dann aber sofort wieder steil anzusteigen Zwar gab es in der Vergangenheit weitaus größere Rückschläge, aber alle anderen großen Bärenmärkte verliefen über einen viel längeren Zeitraum.“

Deshalb hat sich auch der RSI-Indikator relativ gut gehalten, da bereits vor der Pandemie ein Verkaufssignal erfolgt war. Aber so außergewöhnlich der Verlauf auch war, wir können die Tatsachen nicht ignorieren. Schließlich weiß kein Mensch, ob in zwei oder drei Jahren nicht etwas Ähnliches, wenn auch aus anderen Ursachen, auftritt.

Stattdessen müssen wir konstatieren, dass der Analysezeitraum von 10 Jahren einfach zu kurz für eine wirklich aussagekräftige Auswertung ist.

Auswertung Börsensignale Teil 1: Alle Kategorien

Als im Mai 2018 begonnen wurde eine Reihe unterschiedlicher Börsensignale aufzulisten, hatte ich erwähnt, dass sich aufgrund mehrerer Gründe keine Schlussfolgerung ziehen lässt. U.a. fehlten historische Daten als Grundlage einer Bewertung.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, die gesammelten Daten in Augenschein zu nehmen und zu überprüfen, ob sich Erkenntnisse daraus ziehen lassen.
Hier und heute beginnen wir mit der Auswertung aller Kategorien, also quasi die Gesamtpunktzahl zusammengesetzt aus Kaufsignalen abzüglich Verkaufssignalen.

Im Bezug zu den monatlich veröffentlichten Börsensignalen gibt es bei den anstehenden Auswertungen einige Abweichung:

  1. Die erste Darstellung der Börsensignale erfolgte – wie bereits erwähnt – im Mai 2018. Das ist ein sehr kurzer Zeitraum, weshalb die Auswertung ab Februar 2014 beginnt, schlicht aus dem Grund, da mir erst ab hier alle Daten zur Verfügung stehen. Die Zeitspanne ist auch nicht unbedingt berauschend, aber immerhin sind es nun etwas mehr als zehn Jahre.
  2. Die Kategorie „Aktuell bedrohliche Faktoren“ wurde gestrichen. Zum einen wäre es ja leicht die Faktoren vor Mai 2018 zu bewerten, da die Folgen bekannt sind. Zum tatsächlichen Zeitpunkt der Datenerhebung wäre das Ergebnis möglicherweise unterschiedlich ausgefallen.
    Zum anderen handelt es sich um das einzige Kriterium, dem keinerlei empirische Daten zugrunde liegen, sondern das rein subjektiv ist. Frei nach dem Motto: „Drei Personen können zu vier unterschiedlichen Ergebnissen gelangen“.
  3. Während das Datum der aktuellen Auswertungen in der Regel irgendwann im letzten Drittel des Monats ist, wurde für die Auswertung hier, wie auch für die in den folgenden Artikeln immer der letzte Handelstag des Monats verwendet.
    Für einige Kategorien wie z.B. die Wirtschaftindikatoren, die nur einmal monatlich erhoben werden, ist das unerheblich. Aber bei täglich aktualisierten Daten, wie dem DAX 200-Tage-Linien Kriterium, können schon Unterschiede zum publizierten Resultat auftreten.

Die Auswertung richtet sich nur nach dem Stand des DAX‘-Performance Index, nicht nach einem DAX-ETF oder DAX-Zertifikat. D.h. die Kosten für das Produkt werden nicht berücksichtigt. Da die Kosten für ein solches Produkt aber sehr gering sind, und da Transaktionskosten berücksichtigt werden, die relativ hoch sind (0,001% + pauschal 9,00€ wie auch bei den virtuellen Depots), sollten die Ergebnisse trotzdem relativ genau sein. Dazu kommt, dass es letztendlich um den Vergleich geht, nicht um absolute Werte.

Backtests mit der Gesamtpunktzahl

Bevor wir zur Auswertung kommen, wollen wir uns erst einmal den Verlauf und die Verteilung der Gesamtpunktzahl anschauen:

Grafik 1: Zeitlicher Verlauf der Gesamtpunktzahl

 

Gesamtpunktzahl
-4 -3 -2 -1 0 1 2 3 4 5 6 7 8
                         
Wie oft wurde Punktzahl erreicht?
1 2 1 2 8 10 11 17 12 20 13 25 2
                         
prozentuale Verteilung
0,81% 1,61% 0,81% 1,61% 6,45% 8,06% 8,87% 13,71% 9,68% 16,13% 10,48% 20,16% 1,61%

Tabelle 1:  Verteilung der Gesamtpunktzahl

Jetzt stellt sich die Frage, mit welchen Kriterien der Backtest durchgeführt werden kann. Letztendlich habe ich mich für zwei Varianten entschieden:

  1. Verkauf bei einer festen Gesamtpunktzahl. Beispielsweise Verkauf bei Auswertung 1 Punkt würde bedeuten, dass bei einer Gesamtpunktzahl von einem Punkt oder darunter ein Verkauf erfolgt, bei zwei Punkten oder darüber erfolgt ein Kauf.
  2. Verkauf bei einer festen Verkaufspunktzahl +- 1 Punkt, das bedeutet, dass bei einer Gesamtpunktzahl von 1 Punkt der Verkauf bei 0 Punkten (1 – 1) und der Kauf bei 2 Punkten (1 + 1) erfolgt.

Wenden wir uns der ersten Variante zu und berachten das Resultat im o.a. Untersuchungszeitraum.

Tabelle 2: Auswertung Variante 1

Die Buy-and-Hold Strategie schneidet mit Abstand am Besten ab. Mit Einschränkungen lässt sich sagen, dass die Varianten mit der Gesamtpunktzahl der Börsensignale umso bessere Ergebnisse liefert, je länger der Investitionszeitraum ist.
Werfen wir einen Blick auf die zweite Variante:

Tabelle 3: Auswertung Variante 2

Auch die zweite Variante zeigt keine bessere Performance. Im nächsten Schritt wollen wir uns einem Diagramm zuwenden, das die Gesamtpunktzahl und den Verlauf des DAX‘-Index zeigt, in der Hoffnung, den ein oder anderen Zusammenhang erkennen zu können.

Interpretation der Auswertung

Grafik 2: Zeitlicher Verlauf von  Gesamtpunktzahl und DAX-Indexstand

Bis Ende des Jahres 2019 hält sich die Gesamtpunktezahl konstant auf hohem Niveau. Mit Ausnahme einiger kleineren Korrekturen war der DAX auch in einem kontinuierlichem Aufwärtstrend.
Ein Wertvernichter war dann die Corona-Krise im Jahr 2020. Die Auswertung zeigte erst nach unten, als der DAX bereits das Tief erreicht hatte. D.h. zum tiefsten Kurs wurde verkauft, während ein Einstiegssignal für die verschiedenen Auswertungen erst zu einem weit höheren Kurs wieder generiert wurde.
Diese Phase hat bei allen untersuchten Strategien viel Performance gekostet.

Dabei darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass der Corona-Crash in seiner Ausprägung einzigartig in der Geschichte war. So wurde die Tiefstkurse bereits nach rund einem Monat erreicht, um dann aber sofort wieder steil anzusteigen Zwar gab es in der Vergangenheit weitaus größere Rückschläge, aber alle anderen großen Bärenmärkte verliefen über einen viel längeren Zeitraum.
Unglücklicher geht es für einen Investor nicht, sofern er nicht konsequent eine Buy-and-Hold-Strategie verfolgt.

Daneben muss einfach festgehalten werden, dass die Auswertung mit einer Verzögerungszeit behaftet ist:

  • Indikatoren wie die 200-Tage-Linie werden hier beispielsweise am letzten Handelstag des Monats überprüft, das Verkaufssignal könnte im ungünstigen Fall bereits am ersten Handelstag des Monats erfolgen.
  • Die meisten Wirtschaftindiktoren werden so um der Mitte des Monats veröffentlicht. Die Datenerhebung erfolgt aber früher, wahrscheinlich schon im Vormonat.
    Der Auftragseingangsindex liefert Daten, die mehr als zwei Monate zurückliegen.
  • Das Bruttoinlandsprodukt wird sogar nur quartalsweise, also nur viermal im Jahr publiziert.

Dazu kommt die Überprüfung der Zinsstrukturkurve:
Eine inverse Zinsstrukturkurve hat in der Vergangenheit fast immer eine Rezession angekündigt. Aber leider taugt der Indikator nicht für ein Timing, d.h. die Rezession kommt nicht mit der Invertierung, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, unter Umständen erst zwei Jahre oder noch länger danach.

Fazit

Die Börsensignale als Signalgeber für den Ein- und Ausstieg für das Aktien-/ETF-Depot zu nutzen, ist kontraproduktiv, wie die Auswertung in dem Beitrag zeigt, auch wenn die Corona-Krise die Performance enorm verschlechtert hat.
Dies soll aber nicht heißen, alle Warnsignale zu ignorieren. Es kann durchaus Sinn machen, bei gewissen Konstellationen Vorsicht walten zu lassen.
Auch ohne Kristallkugel weiß ich was Sie jetzt denken: „Das ist so eine platte Aussage, die alles und nichts beinhaltet“. Und ja, Sie haben recht. Aber einen allgemeingültigen Rat kann ich Ihnen nicht geben, schließlich hat jeder unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Voraussetzungen, ein unterschiedliches Risikobewußtsein etc.
Ich kann Ihnen allerdings einige Punkte nennen, die ich umsetze, sofern ich Gewitterwolken aufziehen sehe. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass dies keine Empfehlung darstellt,  sondern eine persönliche Vorgehensweise ist.

  • Auf keinen Fall werde ich alle Positionen auflösen. Der Großteil meines Depots ist langfristig ausgelegt und nur in seltenen Fällen sehe ich einen Verkauf als vorteilhaft an.
  • Verfügbaren Cash für neue Positionen halte ich zurück.
  • Einzelne Aktien, die nicht den Erwartungen entsprochen haben oder deren fundamentale Daten sich verschlechtert haben, werden verkauft (in Summe meist deutlich unter 10% des Depotwertes).

Nachfolgende Punkte sind riskanter und sollten nur von erfahrenen Anlegern umgesetzt werden:

  • Bei sehr dunklen Wolken sichere ich einen Teil des Depots mit Put-Optionsscheinen ab. Aber nur wenn der Abschwung noch nicht eingetreten ist, ansonsten werden die Produkte gleich sehr teuer.
  • Ist die Volatilität noch sehr gering setzte ich alternativ oder ergänzend zu den Put-Optionsscheinen Hebelprodukte auf den VSTOXX (Volatilitätsindex europäische Aktien) oder auf den VIX (Volatilitätsindex S&P500) ein.

Hat sich die Umsetzung positiv auf die Rendite ausgewirkt? Nein – die Rendite einer reinen Buy-and-Hold Strategie wäre in etwa identisch gewesen.
Ein aufziehendes Gewitter kann auch vorbeiziehen. Im übertragenen Sinn heißt das, dass Absicherungen in Zeiten weiter steigender Kurse eine geringer Performance bescherten, als ohne möglich gewesen wäre.
Dafür hatte ich in schwierigen Börsenphasen nur kleinere Verluste. Für mein Depot war der eingeschlagene Weg unerheblich, aber für meine Nerven war es wohltuend. Ich bin halt noch ein gebranntes Kind der Dotcom-Blase ab dem Jahr 2000.
Dazu kommt, dass ich in die Jahre komme und Kapitalerhalt immer wichtiger wird. Ein jüngerer Anleger kann da etwas lockerer mit Rückschlägen umgehen.

In den nächsten Artikeln wollen wir uns mit dem Abschneiden der einzelnen Kategorien befassen. Ich hoffe, Sie sind mit dabei.

Die 3-Daumen-Regel

In einem Webinar zu Beginn des Jahres hat André Stagge die 3-Daumen-Regel vorgestellt. Wie der Name schon vermuten lässt, kann durch die Überprüfung dreier, einfacher Regeln ein Handlungssignal (Kauf oder Verkauf) für einen Index, einen Einzeltitel oder auch andere Anlageklassen ermittelt werden.
Im weiteren Verlauf sollen die drei Regeln und deren Nutzung vorgestellt werden, ehe wir uns der historischen Performance der Strategie unter Verwendung des DAX-Performance-Index‘ zuwenden.

Die Kriterien der 3-Daumen-Regel

Werfen wir einen Blick auf die drei Kriterien, die zu überprüfen sind:

200-Tage Linie
Liegt der aktuelle Kurs oberhalb der 200-Tage Linie geht der Daumen nach oben, liegt er unterhalb der 200-Tage Linie geht der Daumen nach unten.

5-Tage-Indikator (Die ersten 5 Tage bestimmen das Handelsjahr)
Liegt der Schlusskurs am fünften Handelstag eines neuen Jahres über dem Schlusskurs am Jahresende des Vorjahrs, so geht der Daumen nach oben. Ist das Kriterium nicht erfüllt, geht der Daumen nach unten.
Dieses Signal ist nun vom sechsten Handelstag des Jahres bis zum fünften Handelstag des Folgejahres gültig.

Year-to-Date Effekt
Liegt der aktuelle Kurs über dem Schlusskurs am Jahresende des Vorjahres, so geht der Daumen nach oben, liegt er darunter geht der Daumen nach unten.

Auswertung
Sind mindestens zwei der drei Kriterien erfüllt, zeigen also mindestens zwei Daumen nach oben, so wird ein Kaufsignal generiert. Kein oder ein Daumen nach oben weisen ein Verkaufssignal aus.
Zu erwähnen ist, dass es auch Varianten gibt. So wäre es auch denkbar, dass drei Daumen nach oben für ein Kaufsignal erforderlich sind, während drei Daumen nach unten ein Verkaufssignal bilden.
Eine weitere Variante wäre beispielsweise eine Investition von 100% des Kapital bei drei Daumen nach oben, 66,6% bei zwei Daumen nach oben, 33,3% bei einem Daumen nach oben und kein Kapitaleinsatz bei drei Daumen nach unten.
Wir wollen uns hier aber nur auf die Hauptvariante konzentrieren.

Überprüfungszeitraum
Eine konkrete Empfehlung wie oft die Kriterien zu überprüfen sind, ist nicht genau festgelegt. Im nachfolgenden Backtest setzen wir eine tägliche Überprüfung (was sicher nicht Sinn und Ziel sein sollte, aber zu Vergleichszwecken genutzt wird), eine wöchentliche, eine zweiwöchentliche und eine vierwöchentliche Überprüfung ein.

Backtest der Strategie

Die historische Performance wurde mit den Überprüfungen der Signale wie zuvor beschrieben durchgeführt. Als Vergleichswerte sind die Resultate der Buy-and-Hold, der 200-Tage und der 200-Tage Strategie mit dem 3%-Kriterium mit aufgeführt.
Alle Ergebnisse wurden ohne Transaktions- oder anderen Kosten aufgrund des DAX-Performance-Index ermittelt. Der Überprüfungszeitraum ist vom 2.01.1990 bis zum 29.12.2023, was 34 Jahren entspricht.

Ohne Transaktionskosten Startwert Endwert Performance % Performance p.a. % Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe
             
Buy-and-Hold 20.000,00 € 182.918,79 € 814,59% 6,73% 1 0
GD 200-Tage 20.000,00 € 204.972,05 € 924,86% 7,08% 97 96
GD 200-Tage 3% 20.000,00 € 238.944,81 € 1094,72% 7,57% 23 22
3-Daumen täglich 20.000,00 € 171.073,66 € 755,37% 6,72% 106 105
3-Daumen wöchentlich 20.000,00 € 120.371,04 € 501,86% 5,59% 55 54
3-Daumen zweiwöchentlich 20.000,00 € 157.082,03 € 685,41% 6,44% 37 36
3-Daumen vierwöchentlich 20.000,00 € 156.088,95 € 680,44% 6,42% 24 23

Tabelle 1

Die Auswertung zeigt, dass die 3-Daumen Strategien schlechter abschneiden als die 200-Tage-Linien Strategien. Dazu kommt, dass nur die 3-Daumen Strategie mit der täglichen Überprüfung annähernd gleich performt wie die Buy-and-Hold Strategie. Betrachten wir nun aber die 106 Käufe und 105 Verkäufe bei Verwendung dieser Strategie, so ist leicht nachvollziehbar, dass sie unter Berücksichtigung von Transaktionskosten auch deutlich hinter einer reinen Haltestrategie zurückliegt.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, welche Kriterien sich negativ auf das Ergebnis auswirkt.
Nehmen wir erst einmal einen den 5-Tage-Indikator in Augenschein. Die Aussage, dass die ersten 5 Tage eines Jahres den Trend des restlichen Jahres vorgeben, hat mich erst einmal skeptisch gemacht. Werfen wir einen Blick auf die Jahre, in denen ein Verkaufssignal ausgegeben wurde:

Indikator Verkauf      
Jahr Startwert Endwert Performance
       
1991 1.398,23 1.577,98 12,86%
1993 1.545,05 2.266,68 46,71%
1994 2.266,68 2.106,58 -7,06%
1995 2.106,58 2.266,73 7,60%
2000 6.958,14 6.433,41 -7,54%
2001 6.433,41 5.160,10 -19,79%
2008 8.067,32 4.810,20 -40,37%
2014 9.552,16 9.805,55 2,65%
2016 10.743,01 11.481,06 6,87%
       
 Durchschnitt Performance pro Jahr
    0,21%

Tabelle 2

Im Jahr 1993 sind hohe Kursgewinne auszumachen. Die restlichen Jahre sind aber mehr oder weniger nicht überragend bis mau.
Die Aussagekraft der durchschnittlichen jährlichen Performance ist hier allerdings sehr begrenzt, da hier der Mittelwert der Jahresperformance gebildet wurde. Das Ergebnis würde nur zutreffen, wenn wir jedes Jahr den selben Betrag einsetzen würden. Würden wir mit 1.000€ an den Start gehen und im ersten Jahr 50% gewinnen und im zweiten Jahr 50% verlieren, so hätten wir anschließend 750€, nicht 0% wie der Mittelwert erwarten lassen würde (50% + -50% = 0% – geteilt durch 2 => 0% bleibt), sondern ein Minus von 25% (Jahr 1: 1.000€ + 0,5 * 1.000€ =1.500€ – Jahr 2: 1.500€ – 0,5 * 1.500€ = 750€).
wollen wir also den korrekten prozentualen Wert, müssen wir mit dem jeweiligen Vorjahreskurs weiterarbeiten:

Indikator Verkauf      
Jahr Startwert Endwert Performance
       
1991 1.000,00 1.128,56 12,86%
1993 1.128,56 1.655,66 46,71%
1994 1.655,66 1.538,72 -7,06%
1995 1.538,72 1.655,69 7,60%
2000 1.655,69 1.530,83 -7,54%
2001 1.530,83 1.227,85 -19,79%
2008 1.227,85 732,11 -40,37%
2014 732,11 751,54 2,65%
2016 751,54 803,17 6,87%
       
Gesamtperformance     -19,68%
Performance pro Jahr     -2,70%

Tabelle 3

Wir erhalten also tatsächlich eine negative Performance in den Jahren, in denen nach dem 5.Handelstag der DAX-Indexstand unter dem Schlusskurs des Vorjahres liegt.
Machen wir die Gegenprobe mit den Jahren die ein Kaufsignal liefern:

Indikator Kauf      
Jahr Startwert Endwert Performance
       
1990 1.790,37 1.398,23 -21,90%
1992 1.577,98 1.545,05 -2,09%
1996 2.266,73 2.861,66 26,25%
1997 2.861,66 4.238,41 48,11%
1998 4.238,41 5.031,52 18,71%
1999 5.031,52 6.958,14 38,29%
2002 5.160,10 2.891,13 -43,97%
2003 2.891,13 3.965,16 37,15%
2004 3.965,16 4.256,08 7,34%
2005 4.256,08 5.408,26 27,07%
2006 5.408,26 6.596,92 21,98%
2007 6.596,92 8.067,32 22,29%
2009 4.810,20 5.957,43 23,85%
2010 5.957,43 6.914,19 16,06%
2011 6.914,19 5.898,35 -14,69%
2012 5.898,35 7.612,39 29,06%
2013 7.612,39 9.552,16 25,48%
2015 9.805,55 10.743,01 9,56%
2017 11.481,06 12.917,64 12,51%
2018 12.917,64 10.558,96 -18,26%
2019 10.558,96 13.249,01 25,48%
2020 13.249,01 13.718,78 3,55%
2021 13.718,78 15.884,86 15,79%
2022 15.884,86 13.923,59 -12,35%
2023 13.923,59 16.751,64 20,31%
       
Durchschnitt Performance pro Jahr     12,62%

Tabelle 4

Der Mittelwert liegt hier bei 12,62%. Da der Mittelwert aber nicht das Instrument der Wahl ist, schauen wir, welches Ergebnis die Verwendung der jeweiligen Vorjahreswerte liefert:

Indikator Kauf      
Jahr Startwert Endwert Performance
       
1990 1.000,00 780,97 -21,90%
1992 780,97 764,67 -2,09%
1996 764,67 965,37 26,25%
1997 965,37 1.429,82 48,11%
1998 1.429,82 1.697,37 18,71%
1999 1.697,37 2.347,31 38,29%
2002 2.347,31 1.315,16 -43,97%
2003 1.315,16 1.803,74 37,15%
2004 1.803,74 1.936,07 7,34%
2005 1.936,07 2.460,20 27,07%
2006 2.460,20 3.000,91 21,98%
2007 3.000,91 3.669,79 22,29%
2009 3.669,79 4.545,03 23,85%
2010 4.545,03 5.274,96 16,06%
2011 5.274,96 4.499,96 -14,69%
2012 4.499,96 5.807,63 29,06%
2013 5.807,63 7.287,52 25,48%
2015 7.287,52 7.984,25 9,56%
2017 7.984,25 8.983,28 12,51%
2018 8.983,28 7.342,99 -18,26%
2019 7.342,99 9.213,73 25,48%
2020 9.213,73 9.540,42 3,55%
2021 9.540,42 11.046,77 15,79%
2022 11.046,77 9.682,85 -12,35%
2023 9.682,85 11.649,55 20,31%
       
Gesamtperformance     1064,96%
Performance pro Jahr     10,77%
Performance 34 Jahre     7,72%

Tabelle 5

Legen wir nur die Jahre mit Kaufsignal zugrunde, kommen wir auf eine jährliche Performance von 10,77%.
Das Signal scheint also tatsächlich Mehrwert zu liefern.
Schauen wir uns das Ergebnis im Vergleich an, wenn nur das eine Kriterium eingesetzt werden würde:

Ohne Transaktionskosten Startwert Endwert Performance % Performance p.a. % Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe
             
Buy-and-Hold 20.000,00 € 182.918,79 € 814,59% 6,73% 1 0
GD 200-Tage 20.000,00 € 204.972,05 € 924,86% 7,08% 97 96
GD 200-Tage 3% 20.000,00 € 238.944,81 € 1094,72% 7,57% 23 22
3-Daumen täglich 20.000,00 € 171.073,66 € 755,37% 6,72% 106 105
3-Daumen wöchentlich 20.000,00 € 120.371,04 € 501,86% 5,59% 55 54
3-Daumen zweiwöchentlich 20.000,00 € 157.082,03 € 685,41% 6,44% 37 36
3-Daumen vierwöchentlich 20.000,00 € 156.088,95 € 680,44% 6,42% 24 23
Kriterium erste 5 Tage für Jahr 20.000,00 € 176.961,30 € 784,81 % 6,83% 7 6

Tabelle 6

Dem aufmerksamen Leser wird möglicherweise eine Diskrepanz aufgefallen, die bei mir erst einmal Stirnrunzeln verursacht hat:
Bei der Auswertung der einzelnen Jahren mit Kaufsignal hat sich ein Gesamtplus von 1064% ergeben. rechnen wir das Resultat hoch auf 34 Jahre – in den anderen Jahren waren wir ja nicht investiert – so beträgt die jährliche Performance 7,72%.
Die Überprüfung der Einzelstrategie gibt aber nur 6,83% aus. Wie kann das sein?
Der Unterschied zwischen beiden Auswertungen besteht darin, dass bei den Einzeljahren immer die Performance vom letzten Handelstag des Vorjahres zum letzten Handelstag des aktuellen Jahres berücksichtigt wurde. Bei der Einzelstrategie wird jeweils vom Schlusskurs des 5.Handelstages des Jahres bis zum 5.Handelstag des Vorjahres verwendet. Da bei einem Kaufsignal der Schlusskurs des 5.Tages ja höher liegen muss als zum letzten Handelstag des Vorjahres (es können durchaus mehrere Prozent pro Jahr sein), muss die Performance bei Verwendung des 5.Handelstages geringer sein (zumindest wenn ein neues Kaufsignal erfolgt). Durch den Zinseszinseffekt kommt tatsächlich ein solch großer Unterschied zustande.
Ich habe Tabelle 5 mit den Daten bezogen auf den 5.Handelstag umgesetzt und bin tatsächlich zum selben Ergebnis wie Tabelle 6 gekommen.

Nun hat das einzelne Kriterium mit dem Jahressignal nach dem 5.Handelstag besser abgeschnitten als die 3-Daumen Strategie. Die 200-Tage Strategie schneidet ja ebenfalls besser ab. Folglich sollte das Kriterium mit dem Year-to-Date-Effekt underperformen. Machen wir die Gegenprobe mit dieser Einzelstrategie.

Ohne Transaktionskosten Startwert Endwert Performance % Performance p.a. % Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe
             
Buy-and-Hold 20.000,00 € 182.918,79 € 814,59% 6,73% 1 0
GD 200-Tage 20.000,00 € 204.972,05 € 924,86% 7,08% 97 96
GD 200-Tage 3% 20.000,00 € 238.944,81 € 1094,72% 7,57% 23 22
3-Daumen täglich 20.000,00 € 171.073,66 € 755,37% 6,72% 106 105
3-Daumen wöchentlich 20.000,00 € 120.371,04 € 501,86% 5,59% 55 54
3-Daumen zweiwöchentlich 20.000,00 € 157.082,03 € 685,41% 6,44% 37 36
3-Daumen vierwöchentlich 20.000,00 € 156.088,95 € 680,44% 6,42% 24 23
Kriterium erste 5 Tage für Jahr 20.000,00 € 176.961,30 € 784,81 % 6,83% 7 6
Kriterium Year-to-Date 20.000,00 € 119.226,55 € 496,13 % 5,56% 140 139

Tabelle 7

Wie zu erwarten schneidet das Year-to-Date Kriterium am schwächsten ab.
Wenn nun aber einer von drei Kriterien unterdurchschnittlich abschneidet, folgt eigentlich zwangsläufig die Strategie mit nur zwei Kriterien zu testen, quasi eine zwei Daumen-Regel.
Dabei stellt sich aber die Frage nach der Umsetzung. Erfolgt ein Kaufsignal nur, wenn beide Bedingungen erfüllt sind, oder reicht es aus, wenn nur ein Daumen nach oben zeigt? Wir wissen es nicht. Folglich müssen wir beide Versionen einem Test mit den historischen Daten unterziehen:

Ohne Transaktionskosten Startwert Endwert Performance % Performance p.a. % Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe
             
Buy-and-Hold 20.000,00 € 182.918,79 € 814,59% 6,73% 1 0
GD 200-Tage 20.000,00 € 204.972,05 € 924,86% 7,08% 97 96
GD 200-Tage 3% 20.000,00 € 238.944,81 € 1094,72% 7,57% 23 22
3-Daumen täglich 20.000,00 € 171.073,66 € 755,37% 6,72% 106 105
3-Daumen wöchentlich 20.000,00 € 120.371,04 € 501,86% 5,59% 55 54
3-Daumen zweiwöchentlich 20.000,00 € 157.082,03 € 685,41% 6,44% 37 36
3-Daumen vierwöchentlich 20.000,00 € 156.088,95 € 680,44% 6,42% 24 23
Kriterium erste 5 Tage für Jahr 20.000,00 € 176.961,30 € 784,81 % 6,83% 7 6
Kriterium Year-to-Date 20.000,00 € 119.226,55 € 496,13 % 5,56% 140 139
3-Daumen 2 Kriterien 2 Punkte 20.000,00 € 180.507,03 € 802,54% 6,89% 72 71
3-Daumen 2 Kriterien 1 Punkte 20.000,00 € 192.811,03 € 864,06 % 7,11% 33 32

Tabelle 8

Wir erkennen, dass zwar beide Arten der Umsetzung besser performen als eine reine Buy-and-Hold-Strategie (immer mit dem Wissen im Hintergrund, dass keine Transaktionkosten berücksichtigt wurden), aber nur bei einem Kaufsignal ab einem Punkt ein vergleichbares Resultat wie bei der Standard 200-Tage-Linien Strategie zustande kommt. Auch ist die Anzahl der Umschichtungen bei der Ein-Punkt-Umsetzung sehr viel geringer ist, was die Überlegenheit der Strategie untermauert.
Da wir ja die Strategie nicht jeden Tag überprüfen wollen, schauen wir, wie diese bei einer 4-wöchentlichen Überprüfung zu leisten instande ist:

Ohne Transaktionskosten Startwert Endwert Performance % Performance p.a. % Anzahl Käufe Anzahl Verkäufe
             
Buy-and-Hold 20.000,00 € 182.918,79 € 814,59% 6,73% 1 0
GD 200-Tage 20.000,00 € 204.972,05 € 924,86% 7,08% 97 96
GD 200-Tage 3% 20.000,00 € 238.944,81 € 1094,72% 7,57% 23 22
3-Daumen täglich 20.000,00 € 171.073,66 € 755,37% 6,72% 106 105
3-Daumen wöchentlich 20.000,00 € 120.371,04 € 501,86% 5,59% 55 54
3-Daumen zweiwöchentlich 20.000,00 € 157.082,03 € 685,41% 6,44% 37 36
3-Daumen vierwöchentlich 20.000,00 € 156.088,95 € 680,44% 6,42% 24 23
Kriterium erste 5 Tage für Jahr 20.000,00 € 176.961,30 € 784,81 % 6,83% 7 6
Kriterium Year-to-Date 20.000,00 € 119.226,55 € 496,13 % 5,56% 140 139
3-Daumen 2 Kriterien 2 Punkte 20.000,00 € 180.507,03 € 802,54% 6,89% 72 71
3-Daumen 2 Kriterien 1 Punkte 20.000,00 € 192.811,03 € 864,06 % 7,11% 33 32
3-Daumen 2 Kriterien 1 Punkte vierwöch. 20.000,00 € 215.551,85 € 977,76 % 7,47% 13 12

Tabelle 9

Bei 4-wöchentlicher Überprüfung schneidet die „2-Daumen-Regel“ mit dem Kaufkriterium 1 Punkt nochmals deutlich besser ab und liefert auch sehr wenige Kauf-, bzw. Verkaufssignale. Sie liegt nun in etwa in dem Bereich der 200-Tage-Linien Strategie mit dem 3%-Kriterium.

Fazit zur 3-Daumen-Regel

Die 3-Daumen-Regel konnte in der Studie mit historischen Daten nicht überzeugen. Selbst die Buy-and-Hold Strategie hätte besser abgeschnitten, ohne dass Transaktionskosten, Spreads etc. berücksichtigt wurden, die das Ergebnis noch weiter in Richtung Buy-and-Hold verschieben würden.
Besser hätte die Verwendung nur zweier Kriterien (200-Tage-Linie und 5-Tage Kriterium) performt, die 2-Daumen-Regel. Hier wäre bei 4-wöchentlicher Überprüfung auf Kauf-/Verkaufssignale ein Resultat im Bereich der 200-Tage-Linien Strategie mit dem 3%-Kriterium zustande gekommen.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass die Aussagen hier nur bei Verwendung des DAX-Performance Index zutrifft. Ob vergleichbare Ergebnisse auch bei anderen Indizes, bei Einzelaktien oder bei anderen Anlageklassen wie Gold, Rohstoffe, Währungspaaren usw. zutreffen würden, lässt sich nicht beurteilen.

 

 

 

 

 

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