Auswertung der Aktienstrategien 2015

OverviewIn den nächsten Wochen wollen wir das Abschneiden der virtuellen Depots unserer Aktienstrategien etwas näher in Augenschein nehmen.
Frei nach dem Motto „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“  wird zuerst eine grafische Darstellung über die Entwicklung des Depotwertes aufgeführt. Als Benchmark wird immer der DAX herangezogen. Auch wenn bei einigen Depots ein anderer Vergleichsindex sinnvoller sein sollte, wird zwecks Vergleichbarkeit immer der deutsche Leitindex eingesetzt.

Das Ziel ist Phasen zu erkennen, in denen die Strategie besser oder schlechter abschneidet wie der DAX.
Anschließend wird die Gesamtperformance sowohl vom Depot als auch vom DAX nochmals in Tabellenform dargestellt.

Die gleichen Informationen werden im zweiten Teil auf das Jahr 2015 bezogen vorgestellt (soweit das Depot erst 2015 aufgenommen wurde, entfällt Teil 1, da die Gesamt- und die Jahresperformance identisch sind).
Zusätzlich werden für das Jahr 2015 als Risikomaße die Standardabweichung, die Volatilität, den Value at Risk für eine Woche mit einem Konfidenzniveau von 95%, sowie das Maximum Drawdown für Depot und DAX aufgeführt.

Im folgenden wird nochmals kurz aufgeführt, was sich hinter den Begriffen verbirgt und wie die Zahlen zu interpretieren sind.

Standardabweichung

Die Standardabweichung ist ein Begriff aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung und beschreibt die Streubreite von Werten um das arithmetische Mittel. In unserem Beispiel verwenden wir die Wochenschlusskurse, bilden den Mittelwert,berechnen alle Abweichungen zum Mittelwert und ermitteln damit die Standardabweichung. Nach der Standardnormalverteilung können wir folgende Aussagen treffen:
68,3% aller Werte liegen zwischen dem Mittelwert +- der Standardabweichung.
95,5% aller Werte liegen zwischen dem Mittelwert +- 2 mal der Standardabweichung.
Wäre beispielsweise der DAX-Stand bei 10.000 Punkten und die Standardbweichung auf Wochenbasis bei 3%, so lässt sich sagen, dass der DAX innerhalb einer Woche mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,3% sich innerhalb 9.700 und 10.300 Punkten bewegt. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5% bewegt sich der Index zwischen 9.400 und 10.600 Punkten.
Je größer die Standardabweichung ist desto größer ist die Schwankungsbreite, entsprechend steigt das Risiko auf größere Kursverluste.
Weiter Informationen finden Sie << hier >>.

 Volatilität

Die Volatilität ist die Standardabweichung bezogen auf eine gewisse Anzahl von Tagen. Häufig verwendet werden die Volatilität – kurz Vola – von 30 Tagen, 100 Tagen und 250 Tagen. Zu beachten ist, dass es sich bei den Tagen um Börsentage handelt. Gehen wir von 5 Handelstagen pro Woche aus und ziehen die Feiertage ab, entspricht die Vola 250T in etwa einem Jahr. Prinzipiell kann die Volatilität für jeden Zeitraum verwendet werden.
Warum nun Volatilität und Standardabweichung?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen die Jahresvolatilität des  DAX bestimmen und nehmen dafür Jahresendstände. Beispielsweise schloss der DAX im Jahr 1 mit 9.900 Punkten, im Jahr 2 mit 10.200 Punkten und im Jahr 3 mit 10.100 Punkten. Es ist leicht nachvollziehbar, dass die Volatilität – also die Schwankungsbreite – mit diesen Werten nicht sehr hoch sein kann. Tatsächlich kann der DAX in diesen drei Jahren zwischendurch beispielsweise auf 8.500 Punkten abgesackt und auf 11.500 Punkten angestiegen sein.
Diesen Effekt zeigen die Jahresschlusskurse nicht an. Deshalb macht es Sinn, die Standardbweichung auf Tages- oder Wochenbasis zu bestimmen und daraus die Volatilität für ein Jahr abzuleiten.

Sehr anschaulich ist dies in folgendem Artikel von STW-Börse.de dargestellt. Die Umrechnung auf die Jahresvolatilität ist im unteren Bereich des Artikels ausführlich beschrieben.

Value at Risk

Der Value at Risk gibt an, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Anlagebetrag bei einer definierten Haltedauer nicht unterhalb des Konfidenzniveaus absinkt. Die Messgröße ist in <<diesem Artikel>> ausführlicher beschrieben.

In unseren Auswertungen arbeiten wir mit einem Konfidenzniveau von 95% und einer Haltedauer von einer Woche (=5 Börsentage). Ein Value at Risk von 4% würde also aussagen, dass der Depotwert mit 95% Wahrscheinlichkeit nicht mehr als 4% innerhalb einer Woche an Wert verliert.

Maximum Drawdown

Diese Kennzahl gibt den maximal kumulierten Verlust – in diesem Fall unserer Depots – an. Einfacher ausgedrückt wird der Verlust (bei unserer Auswertung in %) angegeben, den ein Anleger erleiden würde, wenn er zum Höchstkurs eingestiegen und zum folgenden Tiefstkurs ausgestiegen wäre.

 

Modifizierte Relative-Stärke-Strategie

Vector graphic by SRBicharaDie modifizierte Relative-Stärke-Strategie basiert auf der Relative-Stärke-Strategie nach Levy.

Im Jahr 2015 war die Relative-Stärke-Strategie nach Levy die mit Abstand erfolgreichste Strategie in unseren Depots.Dagegen konnte die Strategie im Jahr zuvor nicht überzeugen, da mit einzelnen Werten hohe Verluste zu verzeichnen waren.
Um die Ursache zu untersuchen, lassen Sie uns nochmals einen Blick auf die Grundlagen der Strategie werfen:

„Robert Levy stellte in einer Studie fest, dass Aktien, die sich über einen längeren Zeitraum (die besten Ergebnisse erzielte Levy bei einem Zeitraum von 26 Wochen) positiv entwickelten, auch in den folgenden 6 bis 12 Monaten überdurchschnittlich stiegen.“

Wählen wir nun zu Jahresbeginn die sieben Titel mit der höchsten relativen Stärke, so können neben dem allgegenwärtigen Marktrisiko strategiebedingt zwei weitere Gefahren auftreten:

  • Die Aussage, dass sich Aktien mit großer relativen Stärke der letzten 26 Wochen überdurchschnittlich entwickeln, folgt selbstverständlich keinem Gesetz, sondern entspringt der Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Vergangenheit war es wahrscheinlicher, dass diese Werte sich besser entwickeln als Werte, die das Kriterium nicht erfüllen.
    Somit werden wir immer wieder Aktien im Depot haben, die sich trotz gegebener Voraussetzungen negativ entwickeln.
  • Es wird nur die aktuelle relative Stärke berechnet. Möglicherweise entwickelt sich die Aktie schon weit über den Zeitraum hinaus überdurchschnittlich und kann jederzeit ihr Momentum verlieren.

Die beiden Risiken können wir bei dieser Strategie nicht eliminieren, aber wir können die negativen Folgen begrenzen.
Bei der Relative-Stärke-Strategie nach Levy werden die Aktien eines Unternehmens verkauft, sobald sie in die unteren 31% der Tabelle abgefallen sind. In unserem aus den 110 HDAX-Werten bestehenden Aktienpool heisst dies konkret, dass ein Titel erst verkauft wird, wenn er auf Ranglistenplatz 76 oder darunter fällt. Der Zeitraum bis zum Auslösen des Verkaufsignals kann u.U. sehr lange sein. Entsprechend können sich große Verluste anhäufen.
In unserer modifizierten Relative-Stärke-Strategie wird dieses Verkaufskriterium beibehalten, doch zusätzlich werden Aktien des Depots auch verkauft, sobald der RSL130-Indikator unter „1“ fällt (was dem unterschreiten des gleitenden Durchschnitts der letzten 130 Tage entspricht).
Dadurch könne Aktien, die ihr Momentum verlieren, frühzeitiger abgestossen werden und neue „Favoriten“ in das Depot aufgenommen werden. Selbstverständlich sind auch andere Kriterien denkbar, wie z.B. ein Verkauf nach einer Verringerung des RSL um „0,2“. Aber erstere Methode hat in rückgerechneten Tests am Besten abgeschnitten und ist zudem einfach zu überprüfen.

Nachfolgend ein Vergleich der Performance beider Strategien in den letzten zwei Jahren:

Strategie Gewinn/Verlust 2014 [%] Gewinn/Verlust 2015 [%] Gewinn/Verlust Gesamt [%]
 
Relative-Stärke Strategie 0,03% 49,30% 49,34%
Modifizierte Relative-Stärke Strategie 11,81% 76,35% 97,18%

Die höhere Rendite der modifizierten Relative-Stärke Strategie ist deutlich zu erkennen. Die Zukunft muss aber zeigen, ob es sich um einen zufälligen Effekt handelt, oder ob die Strategie tatsächlich eine Optimierung bietet.

Die Aktien wählen wir aus dem 110 Werte umfassenden HDAX (DAX + MDAX + TecDAX), da Untersuchungen zeigten, dass eine zu kleiner Aktienkorb, wie z.B. nur die 30 DAX-Werte, zu einer schlechteren Performance führen.

Die Regeln der modifizierten Relativen-Stärke-Strategie nach Levy

  1. Die relative Stärke nach Levy (RSL) für die 110 Werte des HDAX ermitteln (z.B. über http://www.tradesignalonline.com/scanner/ ).
  2. Die Aktien nach Höhe des RSL sortieren. An Position 1 steht die Aktie mit der höchsten relativen Stärke.
  3. Die ersten 7 Werte der Rangliste zu gleichen Geldanteilen kaufen.
  4. Die Reihenfolge der relativen Stärke am Monatsende überprüfen. Fällt eine Aktie im Depot unter den Ranglistenplatz 76 ODER fällt der RSL unter „1,0“ ODER fällt der RSL unter den Schnitt aller Werte, so wird sie verkauft und mit dem Geld die Aktie mit dem höchsten RSL-Wert, die noch nicht im Depot ist gekauft.
  5. Nach einem Jahr werden alle Werte verkauft und die 7 Wertpapiere mit dem höchsten RSL gekauft.

Für den HDAX sieht die Auswahl zum 30.12.2015 wie folgt aus:

Rang Name RSL
1 SMA SOLAR TECHNOL.AG 1,380
2 GFT TECHNOLOGIES SE 1,289
3 NEMETSCHEK AG O.N. 1,272
4 CANCOM SE O.N. 1,247
5 INFINEON TECH.AG NA O.N. 1,225
6 SARTORIUS AG VZO O.N. 1,200
7 STRATEC BIOMEDICAL NAM.ON 1,200
8 NORDEX SE O.N. 1,197
9 ADIDAS AG NA O.N. 1,170
10 ZALANDO SE 1,158
11 SUEDZUCKER AG O.N. 1,153
12 JUNGHEINRICH AG O.N.VZO 1,150
13 LUFTHANSA AG VNA O.N. 1,144
14 WINCOR NIXDORF O.N. 1,143
15 BILFINGER SE O.N. 1,135
16 WIRECARD AG 1,132
17 RHEINMETALL AG 1,120
18 CARL ZEISS MEDITEC AG 1,119
19 COMPUGROUP MED.AG O.N. 1,118
20 STADA ARZNEIMITT.VNA O.N. 1,118
21 ADVA OPT.NETW.SE O.N. 1,113
22 JENOPTIK AG O.N. 1,110
23 SAP SE O.N. 1,110
24 STROEER SE 1,110
25 UTD.INTERNET AG NA 1,110
26 KION GROUP AG 1,101
27 FIELMANN AG O.N. 1,100
28 KUKA AG 1,100
29 NORMA GROUP SE NA O.N. 1,100
30 ELRINGKLINGER AG NA O.N. 1,096
31 BECHTLE AG O.N. 1,090
32 GERRESHEIMER AG 1,090
33 HEIDELBERGCEMENT AG O.N. 1,090
34 CTS EVENTIM KGAA 1,086
35 DMG MORI AG O.N. 1,086
36 EVOTEC AG O.N. 1,083
37 ALLIANZ SE VNA O.N. 1,080
38 BAY.MOTOREN WERKE AG ST 1,080
39 CONTINENTAL AG O.N. 1,080
40 HANN.RUECK SE NA O.N. 1,080
41 HOCHTIEF AG 1,080
42 KRONES AG O.N. 1,080
43 LEG IMMOBILIEN AG 1,080
44 MTU AERO ENGINES NA O.N. 1,080
45 RHOEN-KLINIKUM O.N. 1,079
46 METRO AG ST O.N. 1,071
47 MUENCH RUECKVERS.VNA O.N. 1,070
48 DEUTSCHE WOHNEN AG INH 1,069
49 TAG IMMOBILIEN AG 1,065
50 FUCHS PETROL.SE VZO O.N. 1,053
51 QIAGEN NV EO -,01 1,052
52 BEIERSDORF AG O.N. 1,050
53 SYMRISE AG INH. O.N. 1,050
54 FREENET AG NA 1,041
55 FRAPORT AG FFM.AIRPORT 1,040
56 FRESEN.MED.CARE KGAA O.N. 1,040
57 FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. 1,040
58 DEUTSCHE TELEKOM AG NA 1,031
59 AIRBUS GROUP SE 1,030
60 HENKEL AG+CO.KGAA VZO 1,030
61 SOFTWARE AG O.N. 1,023
62 GEA GROUP AG 1,021
63 TALANX AG NA O.N. 1,021
64 DEUTSCHE BOERSE NA O.N. 1,020
65 MERCK KGAA O.N. 1,020
66 PROSIEBENSAT.1 NA O.N. 1,013
67 DAIMLER AG NA O.N. 1,010
68 HELLA KGAA HUECK+CO. O.N. 1,009
69 VONOVIA SE NA O.N. 1,002
70 A.SPRINGER SE VNA 1,000
71 SIEMENS AG NA 1,000
72 DEUTSCHE EUROSHOP AG O.N. 0,998
73 DEUTSCHE POST AG NA O.N. 0,995
74 KLOECKNER + CO SE NA 0,992
75 XING AG NA. 0,990
76 DUERR AG O.N. 0,980
77 PFEIFFER VACUUM TECH.O.N. 0,970
78 RTL GROUP 0,970
79 WACKER CHEMIE O.N. 0,960
80 BRENNTAG AG 0,956
81 BASF SE NA O.N. 0,950
82 BAYER AG NA 0,950
83 EVONIK INDUSTRIES AG 0,936
84 THYSSENKRUPP AG O.N. 0,936
85 MORPHOSYS AG O.N. 0,930
86 VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 0,930
87 DRILLISCH AG O.N. 0,926
88 COMMERZBANK AG 0,919
89 E.ON SE NA 0,908
90 TELEFONICA DTLD HLDG AG 0,906
91 QSC AG NA O.N. 0,905
92 LANXESS AG 0,898
93 LPKF LASER+ELECTRON. 0,883
94 DRAEGERWERK VZO O.N. 0,880
95 AAREAL BANK AG 0,873
96 DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 0,862
97 LINDE AG O.N. 0,860
98 SALZGITTER AG O.N. 0,847
99 RIB SOFTWARE AG NA 0,845
100 RWE AG ST O.N. 0,844
101 SILTRONIC AG NA O.N. 0,844
102 OSRAM LICHT AG NA O.N. 0,840
103 AURUBIS AG 0,836
104 HUGO BOSS AG NA O.N. 0,800
105 K+S AG NA O.N. 0,789
106 DIALOG SEMICOND. LS-,10 0,777
107 LEONI AG NA O.N. 0,774
108 AIXTRON SE NA O.N. 0,724

Werfen Sie dazu auch einen Blick auf die beiden virtuellen Depots.

Vor- und Nachteile der modifizierten Relativen-Stärke-Strategie

Nachteile:

  • Die Kurse der Aktien mit großer relativer Starke sind bereits stark gestiegen.
  • Bis die Verkaufskriterien greifen, kann der Kurs bereits stark gefallen sein.
  • Auch deshalb schneidet die Strategie in einem Bärenmarkt nicht so gut ab.
  • Vielen Anlegern kostet es Überwindung bei hohen Kursen zu kaufen.

Vorteile:

  • Die Strategie ist leicht verständlich.
  • Die Umsetzung erfordert nur einen minimalen Aufwand (bei Verwendung von Tools für die Erstellung der RSL-Rangliste).
  • Die Investition ist frei von Emotionen.
  • Die Umschichtung der Aktien erfolgt in der Regel nicht sehr häufig.
  • Die Börsenweisheit „The trend is your friend“ wird befolgt.

Depotcheck Jahresende 2015

Weighing 1Das Jahr 2015 nähert sich dem Ende, so dass es an der Zeit ist, das Abschneiden der virtuellen Depots zu bewerten.

Im abgelaufenen Jahr wurden 24 Depots geführt. Während das modifizierte Trendfolge Depot nicht mehr weitergeführt wurde, wurden drei einfache Value-Strategien aufgenommen. Wie schon im Vorjahr bleibt das Sparplan-Depot im Vergleich außen vor, da dessen Charakter mit monatlichen Spareinlagen sich von den anderen Depots unterscheidet.
Von den verbleibenden 23 Depots haben 10 besser als der DAX abgeschnitten, was einer Quote von ca. 43,5% entspricht. Deutlich weniger als die rund 62% im Jahr zuvor. Zu den Gründen werden wir im weiteren Verlauf kommen.

Doch bevor wir fortfahren, möchte ich die aktuelle Rangliste des Jahres 2015 aufführen. Die farbliche Unterscheidung soll helfen, Strategien mit ähnlicher Performance optisch aufzuzeigen.

 

Platz Vorjahr Strategie Start am: akt. Datum: aktueller Wert Gewinn/ Verlust
 
1 18 Relative Stärke nach Levy 21.02.14 23.12.15 29.929,48 € 49,60%
2 4 Relative Stärke „Sell in Summer“ 21.02.14 23.12.15 30.234,43 € 39,65%
3   Value Depot KBV 02.01.15 23.12.15 25.902,61 € 29,51%
4 5 Trendfolge 28.02.14 23.12.15 27.302,37 € 26,60%
5 6 Sell in Summer 02.01.14 23.12.15 26.671,31 € 26,07%
6 1 Otto Normalverdiener Depot 02.01.14 23.12.15 27.055,18 € 22,82%
7 21 Umkehr 28.02.14 23.12.15 21.829,43 € 16,09%
8 15 Kombination 28.02.14 23.12.15 23.581,20 € 15,51%
9   Value Depot „Einfacher,innerer Wert“ 02.01.15 23.12.15 22.714,87 € 13,57%
10 17 Low-Risk-5 06.01.14 23.12.15 22.422,08 € 10,75%
11 14 DAX 02.01.14 23.12.15 10727,64 9,40%
12 10 Kombinierte Methode 02.01.14 23.12.15 22.655,63 € 9,39%
13 9 Low-Risk-Index 06.01.14 23.12.15 22.572,39 € 8,91%
14 8 Dogs of the Dow 02.01.14 23.12.15 21.899,55 € 8,16%
15 16 Schwergewicht 02.01.14 23.12.15 21.240,02 € 4,90%
16 19 200-Tage-Linie Strategie 02.01.14 23.12.15 20.608,61 € 4,16%
17 12 Low Five 02.01.14 23.12.15 20.356,39 € -0,41%
18 2 Low-2 02.01.14 23.12.15 21.565,14 € -1,91%
19   Value Depot „Feste Kriterien“ 02.01.15 23.12.15 19.328,87 € -3,36%
20 22 200-Tage-Linie Strategie mit Short 02.01.14 23.12.15 17.414,76 € -3,45%
21 7 Unemotional Value Four Plus 02.01.14 23.12.15 20.181,49 € -3,84%
22 11 Unemotional Value Four 02.01.14 23.12.15 19.517,43 € -4,79%
23 13 Foolish Four 02.01.14 23.12.15 17.703,30 € -13,36%
24 3 Low-1 02.01.14 23.12.15 14.915,49 € -32,05%

Mit Abstand am Erfolgreichsten war die Relative-Stärke Strategie nach Levy mit einem Zuwachs von beinahe 50%. Daneben wirkt das Kursplus des DAX‘ mit 9,4% sehr bescheiden. Werfen wir aber einen Blick auf die zweite Spalte, so werden wir daran erinnert, dass die Strategie mit Platz 18 im Vorjahr nur unterdurchschnittlich abschloss. Sobald eine Aktie aus diesem Depot ihr Momentum verliert, kann es u.U. sehr lange dauern, bis das Verkaufskriterium ausgelöst wird.
Da die Relative-Stärke Strategie nachweislich erfolgreich ist, und da allgemein ein großes Interesse an dieser Strategie besteht (wie sich an den Seitenaufrufen unschwer erkennen lässt), wollen wir im Folgejahr nach einer Optimierung suchen.

In beiden Jahren sehr erfolgreich war das Relative-Stärke Depot „Sell-in-Summer“.  Bisher hat sich die Methode, im Sommer uninvestiert zu bleiben, gelohnt, zumal anschließend neue „Rennpferde“ ausgewählt werden.

Von „0“ auf Platz 3 hat sich das Value Depot KBV mit einem Plus von fast 30% im ersten Jahr gut bewährt. Auch das Value Depot „Einfacher, innerer Wert“ schnitt besser als der DAX ab. Lediglich das Value Depot „Feste Kriterien“ blieb mit Rang 19 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Hier zeigt sich, dass Fundamentaldaten allein, ohne Prüfung des Unternehmens und der Zahlen nicht ausreichen. Trotzdem wollen wir an dem Depot festhalten und die weitere Entwicklung beobachten.

Im zweiten Jahr hintereinander im Vorderfeld finden sich das Trendfolge, das „Sell-in-Summer“ und das „Otto-Normalverdiener“ Depot.

Das breite Mittelfeld beginnt mit dem Umkehr und dem Kombinations Depot, die sich nach einem schwachen Vorjahr etwas besser als der DAX entwickelten.
Auch das Low-Risk-5 Depot ist knapp vor dem DAX plaziert. Die prinzipielle Ausrichtung des Depots auf Aktien mit niedriger Volatilität macht Sinn. Negativ fällt aber die häufige Umschichtung des Depots auf. So entstanden im Jahr 2015 Transaktionskosten von fast 740 €. Häufig wurden Werte verkauft, um sie bei der nächsten Überprüfung wieder aufzunehmen. Deshalb soll für das kommende Jahr eine ähnliche Strategie, allerdings mit differenzierten Verkaufskriterien zusätzlich entwickelt werden.

Das „Kombinierte Methode“ Depot und das Low-Risk-Index Depot rangieren auf einem Niveau mit dem DAX. Wenig verwunderlich, wenn wir uns vor Augen halten, dass beide Strategien auf dem Kauf von DAX-Zertifikaten beruhen und nur in bestimmten Marktphasen ruhen. Mit dem „Kombinierte Methode“ Depot waren wir durchgehend investiert, mit dem Low-Risk-Index Depot hatten wir lediglich vier Wochen pausiert.

Erst auf Platz 14 finden wir mit dem „Dogs of the Dow“ Depot die erste der sieben Dividendenstrategien. Die letzten vier Plätze werden alle von Dividendendepots belegt. Die Ursache ist relativ schnell ausgemacht: Mit E.ON und RWE befinden sich gleich zwei Versorgeraktien im Depot, die durch die Energiewende und den Atomausstieg starke Kursverluste erlitten (E.on -32% und RWE -53% bis dato im Jahre 2015). Auch das die „Dogs of the Dow“-Strategie noch die beste Performance aufweist, ist leicht zu erkennen. Mit 10 Aktien im Depot sind die Versorger nur mit ca. 20% vertreten. Bei den meisten anderen Dividendenstrategien sind die beiden Versorgeraktien mit 50%, bei der Low-1-Strategie sogar mit 100% gewichtet.
Mag die augenblickliche Situation auch ein Sonderfall sein, so zeigt sich doch, wie wichtig die von der Portfoliotheorie geforderte Diversifikation ist.

Etwas schlechter als der DAX, aber immer noch mit positivem Ertrag schlossen das Schwergewichts- und das 200-Tage-Linien-Depot ab, wobei wir bei Letzterem seit 21.08.2015 nicht mehr investiert sind. Deutlich schlechter schloss das 200-Tage-Linien-Depot mit Shortanteil statt. Dessen Stärke kann nur in einem Bärenmarkt zum Tragen kommen.

Nachfolgend noch die Rangliste mit der Gesamtperformance. Bitte beachten Sie den unterschiedlichen Startzeitpunkt der Depots mit den Value-Strategien. Diese sind erst seit einem Jahr in der Wertung.

 

Platz Vorjahr Strategie Start am: akt. Datum: aktueller Wert Gewinn/ Verlust
 
1 4 Relative Stärke „Sell in Summer“ 21.02.14 23.12.15 30.234,43 € 51,17%
2 18 Relative Stärke nach Levy 21.02.14 23.12.15 29.929,48 € 49,65%
3 5 Trendfolge 28.02.14 23.12.15 27.302,37 € 36,51%
4 1 Otto Normalverdiener Depot 02.01.14 23.12.15 27.055,18 € 35,28%
5 6 Sell in Summer 02.01.14 23.12.15 26.671,31 € 33,36%
6   Value Depot KBV 02.01.15 23.12.15 25.902,61 € 29,51%
7 15 Kombination 28.02.14 23.12.15 23.581,20 € 17,91%
8   Value Depot „Einfacher,innerer Wert“ 02.01.15 23.12.15 22.714,87 € 13,57%
9 10 Kombinierte Methode 02.01.14 23.12.15 22.655,63 € 13,28%
10 9 Low-Risk-Index 06.01.14 23.12.15 22.572,39 € 12,86%
11 17 Low-Risk-5 06.01.14 23.12.15 22.422,08 € 12,11%
12 14 DAX 02.01.14 23.12.15 10727,64 11,77%
13 8 Dogs of the Dow 02.01.14 23.12.15 21.899,55 € 9,50%
14 21 Umkehr 28.02.14 23.12.15 21.829,43 € 9,15%
15 2 Low-2 02.01.14 23.12.15 21.565,14 € 7,83%
16 16 Schwergewicht 02.01.14 23.12.15 21.240,02 € 6,20%
17 19 200-Tage-Linie Strategie 02.01.14 23.12.15 20.608,61 € 3,04%
18 12 Low Five 02.01.14 23.12.15 20.356,39 € 1,78%
19 7 Unemotional Value Four Plus 02.01.14 23.12.15 20.181,49 € 0,91%
20 11 Unemotional Value Four 02.01.14 23.12.15 19.517,43 € -2,41%
21   Value Depot „Feste Kriterien“ 02.01.15 23.12.15 19.328,87 € -3,36%
22 13 Foolish Four 02.01.14 23.12.15 17.703,30 € -11,48%
23 22 200-Tage-Linie Strategie mit Short 02.01.14 23.12.15 17.414,76 € -12,93%
24 3 Low-1 02.01.14 23.12.15 14.915,49 € -25,42%

Auch bei der Gesamtperformance haben die beiden Relative-Stärke Strategien die Nase deutlich vorne. Da das Ergebnis nur unwesentlich von dem des Jahres 2015 abweicht, soll auf eine separate Bewertung verzichtet werden.
Stattdessen soll im neuen Jahr jede einzelne Strategie eingehend untersucht werden. Dabei sollen die starken und die schwachen Entwicklungsphasen ermittelt und auf Volatilität und den maximal kumulierten Verlust (Maximum Drawdown) hin untersucht werden.

 

Indexprodukte am Beispiel des DAX

FlowerbasketUm Strategien wie die 200-Tage-Linien-Strategie oder die kombinierte Methode, oder um preisgünstig und einfach zu diversifizieren, werden häufig Indexprodukte eingesetzt.

So werden auch in einigen der auf der Website aufgeführten, virtuellen Depots sowohl Indexzertifikate als auch ETFs auf den DAX verwendet.

Deshalb wollen wir uns in den nächsten Zeilen mit diesen Produkten auseinandersetzen. Wir werden versuchen, Antworten auf folgende Fragen zu erhalten:
– Welche Ergebnisse liefern sie?
– Welche Kosten entstehen bei den jeweiligen Produkten?

– Worin unterscheiden sie sich?
– Was ist zu beachten?

Dafür wurden jeweils drei ETFs und drei Indexzertifikate auf den DAX untersucht. Die kleine Auswahl reicht aus, um auf die Hintergründe einzugehen.
Zuerst werfen wir einen Blick auf die Kursentwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren:

 

Name WPKN Start Aktuell
15.03.10 13.03.15
 ETFs
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 58,87 € 117,25 €
ComStage DAX TR UCITS ETF ETF001 59,08 € 117,97 €
iShares DAX (DE) ETF 593393 55,04 € 105,97 €
 Zertifikate
X-pert Zertifikat auf DAX 709335 59,38 € 119,43 €
Open-End Zertifikat auf DAX BN3DAX 59,18 € 119,33 €
Index-Zertifikat auf DAX 252138 59,13 € 119,29 €

Da die Startkurse in der obigen Tabelle unterschiedlich sind, fällt die Vergleichbarkeit schwer. Deshalb werden die Werte nun auf einen Anlagebetrag von 20.000€ hochgerechnet und die prozentuale Veränderung dargestellt. Transaktionskosten wollen wir an dieser Stelle ignorieren.

 

Name WPKN Start Aktuell Gesamt-perform.
15.03.10 13.03.15
ETFs
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 20.000,00 € 39.833,53 € 99,17%
ComStage DAX TR UCITS ETF ETF001 20.000,00 € 39.935,68 € 99,68%
iShares DAX (DE) ETF 593393 20.000,00 € 38.506,54 € 92,53%
Zertifikate
X-pert Zertifikat auf DAX 709335 20.000,00 € 40.225,67 € 101,13%
Open-End Zertifikat auf DAX BN3DAX 20.000,00 € 40.327,81 € 101,64%
Index-Zertifikat auf DAX 252138 20.000,00 € 40.348,38 € 101,74%
DAX Performance Index 5903,56 11901,61 101,60%

Es fällt deutlich auf, dass die Indexzertifikate die höchste Rendite abwerfen. Hintergrund ist die Tatsache, dass bei Indexzertifikaten meist keine Verwaltungskosten anfallen, was sich längerfristig entsprechend bemerkbar macht.
Aber wie üblich im Börsengeschäft geht eine höhere Rendite Hand in Hand mit einem höheren Risiko.
Die Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die einem Emittentenrisiko unterliegen. Somit droht bei der Insolvenz eines Emittenten ein Verlust bis hin zum Totalausfall.

Wenden wir den Blick auf die ETFs. Die Renditen sind hier etwas geringer als bei den Zertifikaten. Dafür fallen die ETFs unter das Sondervermögen und sind somit (weitestgehend) insolvenzgeschützt.
Die Ergebnisse des „db x-trackers“ und des Comstage-Produkt sind annäherend gleich, der iShare-ETF fällt deutlich ab.
Werfen wir einen Blick auf die Gesamtkosten (TER) der jeweiligen ETFs:

 

Name WPKN TER Spread
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,09% 0,03 €
ComStage DAX TR UCITS ETF ETF001 0,08% 0,01 €
iShares DAX (DE) ETF 593393 0,15% 0,03 €

Es ist deutlich zu erkennen, dass die Gesamtkosten beim iShare-ETF mit 0,15% deutlich höher ist als bei den Vergleichsprodukten.
Sie ahnen es wohl: auch hier spielt das Risiko eine Rolle im Bezug zu den Kosten.
Die beiden günstigeren ETFs sind Swap-basierte ETFs, d.h. nur ein Teil der Anlage ist direkt in Aktien investiert, der andere Teil ist durch Swaps
abgedeckt. Eine ausführliche Erläuterung dazu können Sie auf Boerse.de nachlesen.
Durch den Einsatz der Swaps entsteht ein
sogenanntes Kontrahentenrisiko, also ein Risiko bei Ausfall des Swap-Partners. Nach europäischen Fondsrichtlinien darf der Verlust bei Ausfall der Swaps nicht über 10% liegen, etliche Anbieter verpflichten sich freiwillig, das Risiko weiter abzusenken.

Das iShares-Produkt ist ein physischer (voll replizierender) ETF, d.h. der Index ist tatsächlich mit den entsprechenden Aktien bestückt. Dadurch besteht kein Ausfallrisiko, sofern keine Verleihung der Wertpapiere erfolgt.
Generell empfiehlt es sich, einen Blick auf das Verkaufsprospekt zu werfen, um die Risiken abschätzen zu können.

Neben den Gesamtkosten (TER) beeinflusst der Spread, also der Unterschied zwischen Ankauf- und Verkaufskurs die Rendite der Anlage.
Auch hier sind die Indexzertifikate meist günstiger. Teilweise lassen sich die Produkte ohne Spread erwerben. Dabei ist zu beachten, dass der Spread sich von Börsenplatz zu Börsenplatz unterscheiden kann. Auch kann er von Zeit zu Zeit variieren.

In der nachfolgenden Tabelle wollen wir anhand des „db x-trackers“ überprüfen, wie sich unterschiedliche Spreads auf die Rendite auswirken:

 

Name WPKN Spread Kaufdatum Anzahl Kaufkurs Kaufpreis + Bargeld Verkaufsdatum Verkaufskurs Verkaufswert Gesamt-perform.
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,00 € 15.03.10 339 58,87 € 19.971,04 € 13.03.15 117,25 € 39.713,12 € 98,57%
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,01 € 15.03.10 339 58,88 € 19.971,04 € 13.03.15 117,25 € 39.709,72 € 98,55%
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,02 € 15.03.10 339 58,89 € 19.971,04 € 13.03.15 117,25 € 39.706,33 € 98,53%
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,03 € 15.03.10 339 58,90 € 19.971,03 € 13.03.15 117,25 € 39.702,94 € 98,51%
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,04 € 15.03.10 339 58,91 € 19.971,03 € 13.03.15 117,25 € 39.699,54 € 98,50%
db x-trackers DAX UCITS ETF DBX1DA 0,05 € 15.03.10 338 58,92 € 19.971,09 € 13.03.15 117,25 € 39.637,99 € 98,19%

Nach fünf Jahren liegt der Renditevorteil zwischen einem Spread von 0,00€ zu einem Spread von 0,05€ bei absolut 75,12€ (20.000€ Anlagesumme) oder 0,19% im Bezug zum Verkaufspreis.

Fazit

Fassen wir nochmals Kosten und Risiken der einzelnen Produkte zusammen:

 

Produkt Kosten TER) Ausfallrisiko
Indexzertifikat keine oder sehr geringe Gesamtkosten bis zu 100%
Swap-basierte ETF geringe Gesamtkosten kleiner gleich 10%
Physische ETF Gesamtkosten deutlich höher als bei Swap-basierten ETF 0% *

* Sofern keine Verleihung der Aktien erfolgt.

Der Zusammenhang zwischen Kosten und Risiko ist deutlich zu erkennen. Somit ist die Auswahl des geeigneten Produkts letztendlich eine persönliche Entscheidung in Abhängigkeit des persönlichen Risikoprofils, der Bereitschaft und Fähigkeit zur Risikobeurteilung und des Anlagehorizonts.

 

Das Risiko von Einzelaktien in Abhängigkeit der Größe

SparrowIm letzten Beitrag haben wir die Rendite und das Risiko von Indizes mit Einzelwerten unterschiedlicher Marktkapitalisierung untersucht.

Nun wollen wir einen Blick auf die einzelnen Aktien der jeweiligen Indizes werfen. 

Wir wollen eine einfache Variante wählen, indem für jede Aktie die Veränderung des Kurses im Jahre 2014 festgestellt wird. Danach wählen wir die fünf Aktien mit dem höchsten Wertzuwachs, sowie die fünf Aktien mit dem größten Verlust. Für jede Gattung wird nun die Wertentwicklung bei einem definierten Startwert von je 2000 € (ohne Transaktionskosten, Spread etc.) ermittelt.

Für den DAX sieht das wie folgt aus:

 

Rang Unternehmen WKN Veränderung in % 2014 Startwert Endwert
1 Merck 659990 20,41 2.000,00 € 2.408,20 €
2 ThyssenKrupp 750000 20,18 2.000,00 € 2.403,60 €
3 Fres.Med.Care 578580 19,56 2.000,00 € 2.391,20 €
4 Fresenius 578560 15,34 2.000,00 € 2.306,80 €
5 Infineon 623100 13,98 2.000,00 € 2.279,60 €
26 BASF BASF11 -9,82 2.000,00 € 1.803,60 €
27 Lufthansa 823212 -10,31 2.000,00 € 1.793,80 €
28 Lanxess 547040 -20,44 2.000,00 € 1.591,20 €
29 Deutsche Bank 514000 -24,45 2.000,00 € 1.511,00 €
30 Adidas A1EWWW -37,80 2.000,00 € 1.244,00 €
Summe: 20.000,00 € 19.733,00 €

Der Gewinner des DAX im Jahr 2014 war Merck mit einer Wertsteigerung von 20,4%. Der Kurs des Schlußlichtes Adidas büßte 37,8% an Wert ein. Insgesamt verlor das virtuelle Depot 1,34% bezogen auf das Einstandsniveau.

MDAX:

 

Rang Unternehmen WKN Veränderung in % 2014 Startwert Endwert
1 Kuka 620440 73,22 2.000,00 € 3.464,40 €
2 Gagfah A0LBDT 72,90 2.000,00 € 3.458,00 €
3 Deutsche Annington A1ML7J 56,19 2.000,00 € 3.123,80 €
4 Symrise SYM999 49,64 2.000,00 € 2.992,80 €
5 LEG Immobilien LEG111 44,33 2.000,00 € 2.886,60 €
46 Airbus Group 938914 -26,17 2.000,00 € 1.476,60 €
47 Metro 725750 -28,10 2.000,00 € 1.438,00 €
48 Stada 725180 -29,71 2.000,00 € 1.405,80 €
49 Südzucker 729700 -39,02 2.000,00 € 1.219,60 €
50 Bilfinger 590900 -43,14 2.000,00 € 1.137,20 €
Summe: 20.000,00 € 22.602,80 €

Deutlich höher war der Zuwachs der erfolgreichsten Aktien im MDAX. Kuka legte stolze 73,2% zu. Aber auch die Verluste am unteren Tabellenende waren höher. Doch in Summe legten die zehn Werte um 13% zu.

TecDAX:

 

Rang Unternehmen WKN Veränderung in % 2014 Startwert Endwert
1 Dialog Semiconductor 927200 87,71 2.000,00 € 3.754,20 €
2 BB Biotech A0NFN3 71,08 2.000,00 € 3.421,60 €
3 Nemetschek 645290 67,38 2.000,00 € 3.347,60 €
4 Nordex A0D655 57,52 2.000,00 € 3.150,40 €
5 RIB Software A0Z2XN 52,77 2.000,00 € 3.055,40 €
26 Software 330400 -20,47 2.000,00 € 1.590,60 €
27 Pfeiffer Vacuum 691660 -30,66 2.000,00 € 1.386,80 €
28 SMA Solar Technologie A0DJ6J -34,27 2.000,00 € 1.314,60 €
29 LPKF 645000 -41,15 2.000,00 € 1.177,00 €
30 QSC 513700 -59,77 2.000,00 € 804,60 €
Summe: 20.000,00 € 23.002,80 €

Noch etwas ausgeprägter waren die Gewinne und Verlust im TecDAX. Mit unserer Methode konnte eine Rendite von 15% erzielt werden.

SDAX:

 

Rang Unternehmen WKN Veränderung in % 2014 Startwert Endwert
1 Ströer Media 749399 91,69 2.000,00 € 3.833,80 €
2 Patrizia Immobilien PAT1AG 74,94 2.000,00 € 3.498,80 €
3 Wacker Neuson WACK01 49,02 2.000,00 € 2.980,40 €
4 Sixt 723132 38,37 2.000,00 € 2.767,40 €
5 CTS Eventim 547030 33,79 2.000,00 € 2.675,80 €
46 Tom Tailor A0STST -27,90 2.000,00 € 1.442,00 €
47 MLP 656990 -28,80 2.000,00 € 1.424,00 €
48 Deutz 630500 -38,32 2.000,00 € 1.233,60 €
49 Delticom 514680 -40,63 2.000,00 € 1.187,40 €
50 SGL Carbon 723530 -50,28 2.000,00 € 994,40 €
Summe: 20.000,00 € 22.037,60 €

Vergleichbar schnitt auch der SDAX ab, wobei der Gewinn mit 10,2% etwas geringer ausfiel.

Small Caps:

 

Rang Unternehmen WKN Veränderung in % 2014 Startwert Endwert
1 Transtec 724142 179,16 2.000,00 € 5.583,20 €
2 Zapf Creation A11QU7 138,70 2.000,00 € 4.774,00 €
3 Energiekontor 531350 125,61 2.000,00 € 4.512,20 €
4 FinTech Group 524960 116,59 2.000,00 € 4.331,80 €
5 InVision 585969 101,50 2.000,00 € 4.030,00 €
397 Centrosolar Group A1TNS1 -91,90 2.000,00 € 162,00 €
398 S.A.G.Solarstrom 702100 -92,31 2.000,00 € 153,80 €
399 Youbisheng Gr. Paper A1KRLR -92,46 2.000,00 € 150,80 €
400 Hansa Group 760860 -92,68 2.000,00 € 146,40 €
401 Mifa Fahrradwerke A0B95Y -94,39 2.000,00 € 112,20 €
Summe: 20.000,00 € 23.956,40 €

Die Nebenwerte beziehen sich nicht allein auf den General Standard, sondern wurden auf ca. 400 in Deutschland gelistete Aktien erweitert. Sowohl die Gewinne und Verluste sind deutlich extremer (was zum Teil natürlich auch der viel größeren Anzahl an Aktien geschuldet ist). Die zehn ausgewählten Werte legten in Summe um ca. 19,8% zu.

Hier nochmals die Zusammenfassung der Wertentwicklung:

 

Rang Index/Gattung Startwert Endwert Rendite
1 Small Caps 20.000,00 € 23.956,40 € 19,78%
2 TecDAX 20.000,00 € 23.002,80 € 15,01%
3 MDAX 20.000,00 € 22.602,80 € 13,01%
4 SDAX 20.000,00 € 22.037,60 € 10,19%
5 DAX 20.000,00 € 19.733,00 € -1,34%

Beim Test schneiden die Small Caps am Besten ab. Deutlich hinterher hinkt der DAX als Vertreter Large Caps.
Allerdings bleibt festzuhalten, dass der Test nur eine eingeschränkte Aussagekraft hat. Zum einen wurde nur ein Zeitraum von einem Jahr ausgewertet. Zum anderen ist die Größe der jeweiligen Indizes, bzw. Aktienpools unterschiedlich groß: DAX und TecDAX beinhalten 30 Werte, MDAX und SDAX jeweils 50 Werte, während
die Sieger und Verlierer der Small Caps aus einer Ansammlung von ca.400 Aktien ermittelt wurden.

Was sich aber erkennen lässt, ist das Potential der Nebenwerte – gepaart mit einem äquivalentem Risiko.
Bei der Auswahl von zehn Small Caps nach dem Zufallsprinzip wird die Definition des Anlegens verletzt, da die größtmögliche Sicherheit der Anlage nicht erfüllt ist.

Um sinnvoll in Nebenwerte zu investieren, sind drei Voraussetzungen notwendig:

  • Erfahrung in der Analyse von Unternehmen.
  • Die Bereitschaft, eine nicht unerhebliche Menge an Zeit aufzuwenden.
  • Ein Anlagekapital, das erlaubt in mindestens zehn Werte zu investieren.

Durch die Analyse der Unternehmen lässt sich das Risiko deutlich absenken. Das Restrisiko, das nie komplett eliminiert werden kann, reduziert sich deutlich durch Diversifikation in mindestens zehn Werte.

Sollte eine der drei Bedingungen nicht erfüllt werden können, so stehen dem interessierten Anleger eine Vielzahl von Fonds und ETFs zur Auswahl bereit.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in dem Gastartikel bei „business24.ch“.

 

Aktien: Zählt die Größe?

Glossy ball 2Entsprechend ihrer Marktkapitalisierung können Aktien in verschiedene Gruppen unterteilt werden.
Doch ist die Einteilung nicht mit festen Zahlen vorgegeben
, sondern kann individuell  von Portal zu Portal oder von Anleger zu Anleger unterschiedlich interpretiert werden.
Zudem orientieren sich die Zuordnungen auch nach geografischen Aspekten. So muss eine US-amerikanisches Unternehmen eine höhere Marktkapitalisierung aufweisen als beispielsweise in Deutschland, um als Large Cap definiert zu werden. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es in den USA eine viel größere Anzahl an börsennotierten Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung gibt.

Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Da sich der Aktienkurs ständig ändert, muss sich zwangsläufig auch die Marktkapitalisierung ändern.

Einteilung nach Marktkapitalisierung

  • Large Caps:
    Large Caps (Caps ist die Abkürzung des englischen Begriffs „capitalization“
    , der für Kapitalisierung steht) werden im deutschsprachigen Raum meist als Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über 2 Milliarden € definiert. Im den USA zählen Firmen meist erst ab einer Marktkapitalisierung von 5 Milliarden $ zu den Large Caps.
  • Mid Caps:
    Zu den mittelgroßen Unternehmen zählen Firmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 500 Millionen und 2 Milliarden €.
  • Small Caps:
    Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 100 Millionen und 500 Millionen € werden den Small Caps zugeordnet.
  • Micro Caps:
    Liegt die Marktkapitalisierung unter 100 Millionen €, werden die Unternehmen meist den Micro Caps zugeordnet.

Eine weitere Möglichkeit der Unterscheidung liegt in der Zuordnung zu den jeweiligen Börsensegmenten.
So werden die Unternehmen, die im DAX gelistet sind, zu den Large Caps gezählt. Entsprechend zählen MDAX-Unternehmen zu den Mid Caps. SDAX-Unternehmen werden den Small Caps zugeordnet.
Bei den Indizes ist zu beachten, dass nicht nur die Marktkapitalisierung, sondern auch der Streubesitz und der Börsenumsatz mit in die Kriterien eingeht.

Diese Möglichkeit werden wir nutzen, um Risiko und Rendite von Unternehmen verschiedener Größe zu vergleichen. In einem Backtest wurden verschiedene Indizes untersucht. Dies sind im Einzelnen:

  • DAX
    Der Large Cap Index, in dem die 30 größten Unternehmen gelistet sind. Zu Jahreswechsel 2014/15 lag die Marktkapitalisierung der Einzelunternehmen zwischen 3,4 und 92 Milliarden €.
  • MDAX
    In dem 50 Werte umfassenden Mid Cap Index bewegen sich die Marktkapitalisierungen zwischen 860 und 32000 Millionen € (Stand 30.12.14).
  • TecDAX
    Hier sind die 30 größten Technologiewerte vetreten. Der Börsenwert liegt im Bereich zwischen 180 und 14500 Millionen € (Stand 30.12.14).
  • SDAX
    Der Small Cap Index umfasst 50 Werte mit einer Marktkapitalisierung zwischen 200 und 2900 Millionen € (Stand 30.12.14).
  • General Standard
    Der General Standard ist gesetzlich geregelt im Gegensatz zum Entry Standard. Zudem werden erhöhte Anforderungen im Bezug zu den Geschäftsberichten, Ad-hoc-Mitteilungen als beim Entry Standard gefordert. Der General Standard bewegt sich also zwischen den o.a. Prime Standard und dem Entry Standard. Der General Standard Index beinhaltet Anfang 2015 rund 160 der umsatzstärksten Unternehmen des General Standards mit einer Marktkapitalisierung zwischen 0,1 Millionen und 3 Milliarden €.

Die Indizes wurden in einem Zeitraum von Jahresbeginn 2006 bis Jahresende 2014 untersucht:

 

DAX MDAX TecDAX SDAX General Standard
Rendite gesamt 81,31% 131,62% 129,91% 69,13% 139,44%
Monatliche Rendite: 0,70% 0,97% 0,98% 0,65% 0,88%
Varianz: 0,0029 0,0038 0,0040 0,0032 0,0014
Standard- abweichung: 5,40% 6,15% 6,32% 5,68% 3,76%

Es lässt sich erkennen, dass MDAX, TecDAX und der General Standard Index eine deutlich höhere Rendite als der DAX aufweisen, wobei letzterer die niedrigste Volatilität (Standardabweichung), sprich das niedrigste Risiko aufweist.

Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass der General Standard Index eine höhere Gesamtrendite als MDAX und TecDAX aufweist, aber eine geringere monatliche Rendite. Darauf werden wir in einem der nächsten Artikel genauer eingehen.

Doch vorher wollen wir uns noch ein wenig mit der Größenordnung von Unternehmen beschäftigen.
Als nächstes werden wir den obigen Backtest nur für den Zeitraum von 2007 bis Ende 2009 durchführen. In diesen Zeitraum fällt die rund 15-monatige Baisse, die durch die Finanzkrise ausgelöst wurde.

 

DAX MDAX TecDAX SDAX General Standard
Rendite gesamt -9,69% -20,18% 9,26% -36,25% 1,29%
Monatliche Rendite: -0,05% -0,26% 0,62% -0,96% 0,17%
Varianz: 0,0047 0,0074 0,0074 0,0056 0,0031
Standard- abweichung: 6,89% 8,62% 8,61% 7,50% 5,56%

Eigentlich war die Erwartung, dass die im DAX und MDAX vertretenen Unternehmen mit größerer Marktkapitalisierung in schlechten Marktphasen besser abschneiden als die weniger großen Unternehmen.
Stattdessen schnitten der TecDAX und der General Standard besser ab als die großen Indizes. Lediglich der SDAX musste größere Verluste vermelden. Zudem wies der General Standard Index erneut die geringste Volatilität auf.

Die Untersuchungen beziehen sich auf komplette Indizes. Im nächsten Artikel wollen wir einen Blick darauf werfen, wie einzelne Aktien aus den jeweiligen Sektoren abgeschnitten haben. 

 

Depotcheck Jahresende 2014

Weighing 1Der Großteil der virtuellen Depots ist nun seit einem Jahr aufgelegt: Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Insgesamt wurden 2014 die stattliche Anzahl von 21 Depots geführt. Davon konnten 13 Depots besser als der DAX abschneiden, was einer Quote von knapp 62% entspricht.

Wie bereits beim letzten Depotcheck im September erwähnt, schaffen dies laut einem Artikel des Manager Magazin Online nur 20% der Fondsmanager (allerdings über einen Zeitraum von 10 Jahren).

Das Sparplan-Depot wird im Vergleich nicht mit aufgeführt, da dessen Charakter mit monatlichen Sparraten auf einer komplett unterschiedlichen Basis aufgebaut ist.

Mit Jahresbeginn 2015 werden noch einige weitere Strategien mittels virtueller Depots veranschaulicht werden. Mehr dazu erfahren Sie bei den nächsten Aktualisierungen der Rangliste.

Bevor wir fortfahren möchte ich die aktuelle Rangliste nochmals vorstellen:

 

Platz Vor- woche Strategie Start am: akt. Datum: aktueller Wert Gewinn/ Verlust
 
1 3 Otto Normalverdiener Depot 02.01.14 30.12.14 22.028,61 € 10,14%
2 2 Low-2 02.01.14 30.12.14 21.984,58 € 9,92%
3 1 Low-1 02.01.14 30.12.14 21.950,85 € 9,75%
4 4 Relative Stärke „Sell in Summer“ 21.02.14 30.12.14 21.649,70 € 8,25%
5 5 Trendfolge 28.02.14 30.12.14 21.566,49 € 7,83%
6 7 Sell in Summer 02.01.14 30.12.14 21.156,00 € 5,78%
7 6 Unemotional Value Four Plus 02.01.14 30.12.14 20.986,57 € 4,93%
8 8 Dogs of the Dow 02.01.14 30.12.14 20.726,71 € 3,63%
9 10 Low-Risk-Index 06.01.14 30.12.14 20.725,26 € 3,63%
10 11 Kombinierte Methode 02.01.14 30.12.14 20.711,03 € 3,56%
11 9 Unemotional Value Four 02.01.14 30.12.14 20.498,49 € 2,49%
12 13 Low Five 02.01.14 30.12.14 20.440,93 € 2,20%
13 12 Foolish Four 02.01.14 30.12.14 20.433,62 € 2,17%
14 14 DAX 02.01.14 30.12.14 9805,55 2,16%
15 15 Kombination 28.02.14 30.12.14 20.414,02 € 2,07%
16 16 Schwergewicht 02.01.14 30.12.14 20.247,67 € 1,24%
17 17 Low-Risk-5 06.01.14 30.12.14 20.245,44 € 1,23%
18 18 Relative Stärke nach Levy 21.02.14 30.12.14 20.006,58 € 0,03%
19 19 200-Tage-Linie Strategie 02.01.14 30.12.14 19.785,46 € -1,07%
20 20 Modifizierte Trendfolge 28.02.14 30.12.14 19.262,05 € -3,69%
21 21 Umkehr 28.02.14 30.12.14 18.803,66 € -5,98%
22 22 200-Tage-Linie Strategie mit Short 02.01.14 30.12.14 18.036,85 € -9,82%

 

Obwohl der Zeitraum von einem Jahr bei weitem nicht ausreicht, um die Performance einer Strategie genau beurteilen zu können, ist dennoch erwähnenswert, dass alle 7 Dividendenstrategien besser als der DAX abgeschnitten haben.
Ganz vorne auf Position 2 und 3 tauchen die Low-2 und die Low-1-Dividendenstrategien auf. Trotz des guten Abschneidens haben diese beiden Strategien aufgrund der geringen Diversifizierung auch die größte Schwankungsbreite, so dass sie nur als Depotbeimischung geeignet sind.

Spitzenreiter nach dem ersten Jahr ist das Otto-Normalverdiener-Depot. Die in dem Buch „Aktien – Vermögen für Otto Normalverdiener“ vorgestellte Strategie vereint mehrere Methoden miteinander. Es wird sowohl auf Dividenden (Dividendenstrategie) als auch auf fundamentale Kennzahlen (Value) geachtet. Zusätzlich gehen Elemente der Portfolio-Theorie und eine Prise Trendfolge mit ein. Bisher ist die Strategie aufgegangen.

Weiterhin sind im vorderen Drittel die Relative-Stärke-Strategie „Sell-in-Summer“, die Trendfolgestrategie und die „Sell-in-Summer“-Strategie zu finden. Auffällig ist die Tatsache, dass die Relative-Stärke-Strategie „Sell-in-Summer“ so viel besser abschneidet als die Relative-Stärke-Strategie nach Levy. Erste Analysen deuten darauf hin, dass es vorteilhaft ist, die Kandidaten zweimal im Jahr zu ermitteln. Denn sobald eine Aktie ihr Momentum verliert, dauert es sehr lange, bis ein Verkaufskriterium erzeugt wird.
Dabei war gerade die Relative-Stärke-Strategie nach Levy das beste Beispiel dafür, eine Strategie nicht zu früh abzuschreiben. Im August war die Strategie noch mit -17% abgeschlagen an letzter Stelle. Zum Jahresende sind die Vorzeichen inzwischen positiv.

Im Mittelfeld – aber noch vor dem DAX – rangieren die Low-Risk-Index und die „Kombinierte Methode“ -Strategie. Beide Strategien sollten von der Ausrichtung her ihre Stärke in negativen Marktphasen haben. Hier heißt es weiter beobachten.

Den gleichen Ansatz verfolgt die Low-Risk-5-Strategie, die jedoch deutlich schlechter abschneidet. Die Ursache ist in erster Linie in der häufigen Depotumschichtung zu sehen. So beliefen sich die Transaktionskosten im ersten Jahr auf über 700 €, das sind rund 3,5% vom Startwert und ist somit für einen Privatanleger als direkte Umsetzung zu teuer.

Knapp schlechter als der DAX schnitten die Schwergewichts- und die Kombinationsstrategie ab. Das liegt durchaus im Rahmen der Erwartungen aus vergangenen Performance-Untersuchungen.

Unter diesem Gesichtspunkt ist aus das schlechte Abschneiden (vorletzter Platz) der Umkehrstrategie nicht überraschen. Meist benötigt eine Verliereraktie mehr als ein Jahr, um den Turnaround zu schaffen.

Das negative Abschneiden der 200-Tage-Linien-Strategie wurde durch das späte Kaufsignal verursacht. Auch bei diesem Depot ist der Zeitraum für eine sinnvolle Beurteilung noch zu früh.
Das Schlußlicht bildet das 200-Tage-Linien Depot mit Short-Variante, d.h. bei einem Verkaufssignal werden Short-ETFs gekauft, deren Wert sich umgekehrt zum DAX entwickelt. Für diese Variante ist ein Sägezahnmarkt, wie er in 2014 zu beobachten war
, tödlich.

Bleibt noch die modifizierte Trendfolgestrategie, die mit Platz 20 enttäuschte. Es hat sich herausgestellt, dass diese Strategie nicht ausgegoren war. Wie bereits erwähnt, wird das Depot nicht mehr weitergeführt.

Stattdessen werden 2015 einige andere Depots aufgenommen, die Richtung Value-Strategien gehen. Auch ein reinrassiges Value-Depot soll erstellt werden, das aber erst nach und nach zusammengestellt werden kann, da es einige Zeit und einigen Aufwand in Anspruch nimmt, mittels des Discounted-CashFlow-Verfahrens Aktien zu finden, die deutlich unter ihrem inneren Wert notieren.

Ich hoffe, dass sie dabeibleiben.

 

Value-Strategie „Feste Auswahlkriterien“

Chess BoardViele Value Investoren verwenden eine Reihe von festen Auswahlkriterien um günstige Aktien zu finden.

Dabei ist zu beachten, dass es keine einheitlichen Kriterien gibt. Jeder Anleger setzt sein eigenes System ein, sowohl was die Auswahl selbst als auch was die jeweilige Bewertung betrifft.

Nachfolgend werden häufig verwendete Gesichtspunkte vorgestellt. Anschließend werden die Regeln für eine Strategie definiert, für die wir ein virtuelles Depot einrichten wollen.

Value Kriterien

Bezogen auf Kennzahlen und Unterhemensdaten:

  • KGV (z.B. Kurs-Gewinn-Verhältnis kleiner als 10)
  • KBV (z.B. Kurs-Buchwert-Verhältnis kleiner als 1)
  • KCF (z.B. Kurs-Cashflow-Verhältnis kleiner als 8)
  • KUV (z.B. Kurs-Umsatz-Verhältnis kleiner als 1)
  • Dividendenrendite (z.B. größer als 4%)
  • Verschuldungsgrad (entspricht Verbindlichkeiten : Eigenkapital, z.B. kleiner als 100%)
  • Eigenkapitalquote (z.B. größer als 30%)
  • Eigenkapitalrendite (z.B. größer als 12%)
  • Nachhaltiges Gewinnwachstum (z.B. keine Verluste in den letzten fünf Jahren oder durchschnittlich größer als 5% in den letzten 10 Jahren)
  • Unternehmensgröße (bestimmt durch die Marktkapitalisierung, z.B. 500 Millionen €)
    Hier greifen zwei unterschiedliche Anlagephilosophien:

    1. EinTeil der Anleger fordert eine Mindestgröße mit dem Hintergrund, dass größere Unternehmen eine schwierige Marktphase eher überstehen können als kleine Firmen.
    2. Andere Anleger wählen nur Unternehmen bis zu einer gewissen Größe, da sich durch die höhere Volatilität der Aktienkurs weiter vom inneren Wert entfernen kann.

    Bezogen auf Geschäftsmodell und Management:

  • Bewährtes und einfach zu verstehendes Geschäftsmodell
  • Gute Marktstellung mit guten Produkten und Marken, sowie geringem Preisdruck.
    Keine übermächtige Konkurrenz.
  • Qualifiziertes Management (Kompetenz, Erfahrung, Zuverlässigkeit)

Generell muss ein Value Investor jedes seiner möglichen Investments einer intensiven Prüfung unterziehen, um das Risiko zu vermindern. Zusätzlich ist eine breite Streuung vorzunehmen.

Die Regeln der Value-Strategie mit festen Auswahlkriterien

Vorab eine kurze Erläuterung zur umgesetzten Strategie:
Je größer der Aktienpool ist, auf den die Auswahlkriterien angewendet werden, desto strengere Werte können zugrunde gelegt werden:
Ursprünglich war für unser Depot ein
Aktienpool aus über 600 deutschen Aktien vorgesehen, von denen viele Papiere nur im Freiverkehr, d.h. unter weniger strengen Voraussetzungen und Auflagen, gehandelt werden.
Innerhalb der überprüften Aktien wurden einige Unternehmen gefunden, die äußerst günstig
angeboten werden. Doch bei einer Reihe von Kandidaten entstanden bei genauerer Betrachtung Zweifel am Geschäftsmodell, bzw. an den vorgelegten (oder manchmal auch nicht vorgelegten) Zahlen.
Sicherlich sind unter diesen Werten auch einige wirkliche „Schnäppchen“, doch lassen sich diese nur durch intensive Analyse herausfiltern.
Da wir die Thematik mit der Strategie nur anschneiden wollen, wurde die Auswahl auf Werte des DAX, MDAX, TecDAX und SDAX beschränkt. Dadurch kann das Risiko zwar nicht vermieden, aber minimiert werden.
Änderung zum 01.01.2017
Da die Anzahl der Aktien aus den oben erwähnten Indizes, die alle Kriterien erfüllen, einfach zu gering wurde, um sinnvoll diversifizieren zu können, wurde doch auf den Aktienpool (momentan knapp über 500 deutsche Aktien).
Um die oben erwähnten Risiken zu minimieren, werden alle Werte einzeln auf die Zuverlässigkeit der Zahlen geprüft
.

Nach folgenden Regeln wird vorgegangen:

  1. Als Aktienpool werden (alle Werte des DAX, MDAX, TecDAX und SDAX) rund 500 deutsche Aktien einbezogen.
  2. Die Aktien werden nach folgenden Kriterien gefiltert:
    Dividendenrendite größer oder gleich 1,5%
    KBV kleiner oder gleich 1,5
    KCF kleiner oder gleich 15
    KUV kleiner oder gleich 1,0
    Eigenkapitalquote größer oder gleich 30%
    KGV des Folgejahrs kleiner oder gleich 15
  3. Die Anzahl der Titel wird auf 10 Werte begrenzt. Sollten mehr als zehn Aktien die Kriterien erfüllen, wird weiter nach dem Ergebnis pro Aktie überprüft. Unternehmen für die im laufenden Jahr ein negatives Ergebnis erwartet wird, werden eliminiert. Anschließend mit der Überprüfung Jahr für Jahr zurückgegangen und Kandidaten mit Verlusten gestrichen, bis die Anzahl auf 10 Werte reduziert ist.
  4. Nach Ablauf eines Jahres werden die Kriterien erneut überprüft. Alle Positionen, die nicht mehr unter den Top 10 zu finden sind, werden verkauft. An deren Stelle werden die neuen Top-Werte gekauft. Soweit keine 10 Werte die Kriterien erfüllen, verbleiben die Aktien im Depot, die maximal ein Kriterium nicht erfüllen.

Zum 30.12.2015 sieht die Liste für 2016 wie folgt aus (nur acht Unternehmen erfüllen die Kriterien, wobei Hornbach aus Diversifikationsgründen nicht aufgenommen wird, da der Hornbach Baumarkt bereits vertreten ist.):

 

Unternehmen WKN Index Aktien-
kurs
In €
KGV
2016e
Dividenden-
rendite
2015e in %
KBV KCV KUV Eigen-kapitalquote in %
Aurubis 676650 MDAX 46,98 10,44 2,87 1,10 5,79 0,19 48,68
Drägerwerk Vz. 555063 TecDAX 68,61 14,57 2,04 1,40 6,48 0,50 40,13
Gerry Weber 330410 SDAX 12,78 9,91 4,69 1,39 8,59 0,69 66,44
Hornbach 608340 SDAX 61,25 11,96 2,12 0,95 6,28 0,27 51,83
Hornbach Baumarkt 608440 SDAX 28,34 14,39 2,47 1,00 8,42 0,27 53,32
Leoni 540888 MDAX 36,45 10,66 3,84 1,35 6,58 0,29 34,41
Wacker Neuson WACK01 SDAX 14,22 13,17 3,16 1,01 9,34 0,78 70,20
Deutz 630500 SDAX 3,69 30,75 1,90 0,92 3,91 0,29 44,47

Vor- und Nachteile der Strategie

Nachteile:

  • Es existiert kein Sicherheitsnetz, das vor dem Absturz einzelner Positionen schützt.
  • Die guten Kennzahlen können aufgrund von aktuellen oder erwarteten Problemen entstanden sein.
  • Es kann mehrere Jahre dauern, ehe eine Unterbewertung korrigiert wird.
  • Durch die begrenzte Größe des Aktienpools sind die Anzahl der Kriterien ebenfalls begrenzt, um eine geeignete Summe an Werten zu finden.

Vorteile:

  • Durch die nur einmal jährliche Depotanpassung fallen geringe Transaktionskosten an.
  • Die Strategie ist frei von Emotionen.
  • Es wird keine einzelne Kennzahl, sondern eine Vielzahl von Kriterien untersucht.
  • Nur günstige Aktien werden ausgewählt.

 

Zur Performance der Strategie in der Vergangenheit liegen leider keine Zahlen vor.

 

Value-Strategie „Kurs-Buchwert-Verhältnis“

old bookValue Investing wurde als Anlagestrategie definiert, bei der Aktien ermittelt werden, deren tatsächlicher Wert höher ist als der Aktienkurs.

Was so einfach klingt, ist mit viel Aufwand und einem entsprechenden Know-How verbunden.
Aus diesem Grund werden immer Strategien gesucht, die durch Einfachheit glänzen und dennoch den Vergleichsindex schlagen.

Dr. Hendrik Leber und J. Henrik Muhle haben eine Vielzahl von Studien analysiert und sind zu dem Schluß gekommen, dass auch einfache Strategien den Markt schlagen können.

Im Hinblick auf die Ergebnisse der Studien werden wir die Value-Strategie auf Basis des Kurs-Buchwert-Verhältnisses einsetzen.

Die Regeln der Kurs-Buchwert-Verhältnis-Strategie

  1. Aus einem Aktienpool (für unser virtuelles Depot werden die Aktien des DAX, MDAX, TecDAX und SDAX verwendet) werden die zehn Aktien mit dem geringsten KBV am Jahresbeginn zu gleichen Geldanteilen gekauft.
  2. Am Ende des Jahres wird eine neue Rangliste erstellt. Alle Werte im Depot, die weiterhin einen KBV kleiner als 1 haben, werden gehalten. Die anderen Papiere werden verkauft und zu gleichen Geldanteilen mit den erstplazierten Unternehmen der neuen Rangliste ersetzt.

 

Zum 30.12.2015 sieht die Liste für 2016 wie folgt aus:

 

Rang Unternehmen WKN Index Aktienkurs in € KGV
2015e
KBV
1 Deutsche Pfandbrief 801900 MDAX 11,20 € 8,96 0,430
2 Deutsche Bank 514000 DAX 22,52 € 9,34 0,430
3 Commerzbank CBK100 DAX 9,57 € 9,38 0,460
4 Salzgitter 620200 MDAX 22,73 € 13,06 0,478
5 Klöckner & Co KC0100 MDAX 8,04 € 42,32 0,567
6 Aareal Bank 540811 MDAX 29,14 € 9,05 0,716
7 Eon ENAG99 DAX 8,93 € 11,45 0,757
8 VW Vz. 766403 DAX 133,75 € 8,34 0,765
9 RWE 703712 DAX 11,71 € 10,46 0,797
10 DIC Asset A1X3XX SDAX 9,32 € 19,02 0,857
11 Deutz 630500 SDAX 3,69 € 30,75 0,918
12 Talanx TLX100 MDAX 28,55 € 9,18 0,940
13 Hornbach 608340 SDAX 61,25 € 11,96 0,951
14 Hornbach Baumarkt 608440 SDAX 28,34 € 14,39 0,997

 

Vor- und Nachteile der Strategie

Nachteile:

  • Es existiert kein Sicherheitsnetz, das vor dem Absturz einzelner Positionen schützt.
  • Aktien mit niedrigem KBV sind nicht zwangsläufig auch unterbewertete Werte.
  • Der Buchwert entspricht nicht immer dem tatsächlichen Wert der Sachanlagen.
  • Der KBV ist nicht für alle Branchen gleichermaßen aussagekräftig. Im Gegensatz zu den klassischen Industriezweigen wie beispielsweise Automobil und chemische Industrie nehmen bei anderen Branchen die immateriellen Vermögenswerte einen weitaus höheren Stellenwert aus.

Vorteile:

  • Die Umsetzung der Strategie ist sehr einfach.
  • Der Zeitaufwand zur Umsetzung ist sehr gering.
  • Mit zehn Positionen ist das Depot gut diversifiziert.
  • Durch die nur einmal jährliche Depotanpassung fallen geringe Transaktionskosten an.
  • Die Strategie ist frei von Emotionen.

Performance der Strategie

Nach der Untersuchung von Dr. Hendrik Leber und J. Henrik Muhle erzielte die KBV-Strategie eine Überrendite von 6,2% gegenüber dem Markt.
Zu beachten ist die Tatsache, dass die Zahlen durch die Überprüfung von 62 Teilstudien in Zeiträumen zwischen 1926 und 1998 in verschiedenen Ländern ermittelt wurden.
Desweiteren gilt wie bei auch bei allen anderen Strategien: Renditen aus der Vergangenheit sind keine Garantie für Renditen in der Zukunft.

 

Value-Strategie „Einfach berechneter, innerer Wert“

Euro Coins TextureDie Strategie basiert auf der „einfachen Berechnung des inneren Wertes“ wie im letzten Artikel vorgestellt.

Aus einem Aktienpool werden die Werte ausgesucht, deren Aktienkurse unterhalb des errechneten inneren Wertes abzüglich der Sicherheitsmarge liegen. Die zehn Werte mit dem größten prozentualen Abstand werden in das Depot aufgenommen.

Wie bereits erwähnt, geht die Berechnung in die Richtung des Kurs-Wachstums-Verhältnis (englisch: PEG – price/earning to growth ratio) und wurde nicht als isolierte Strategie entwickelt. Deshalb verwenden wir das Depot, das die Strategie umsetzt, in erster Linie als Vergleichsmaßstab, hoffen aber dennoch den DAX damit zu schlagen. Lassen wir uns überraschen.

Je breiter die Aktienbasis ist desto breiter sollte die Streuung sein. Für die Strategie werden die Aktien aus dem DAX, MDAX, TecDAX und SDAX überprüft. Eine Erweiterung auf internationale Indices wie beispielsweise den EURO STOXX 50, Dow Jones, NASDAQ und weitere erscheint sinnvoll.

Die Regeln der „einfach berechneten, inneren Werte“-Strategie

  1. Den inneren Wert der Aktien des DAX, MDAX, TecDAX und SDAX nach der Vorgehensweise von Benjamin Graham ermitteln.
  2. Eine Sicherheitsmarge von 50% verwenden, z.B. nach der Formel „innerer Wert“ – 0,5 * „innerer Wert“.
  3. Alle Aktien herausfiltern, deren Aktienkurs unterhalb des inneren Wertes inklusive Sicherheitsmarge liegt.
  4. Den prozentualen Abstand vom inneren Wert mit Sicherheitsmarge zum Aktienkurs der verbliebenen Werte ermitteln und entsprechend des Abstandes sortieren.
  5. Die ersten zehn Werte (d.h. mit dem größten prozentualen Abstand von innerem Wert zu Aktienkurs) werden zu Jahresbeginn zu gleichen Geldanteilen in das Depot aufgenommen. 
  6. Sobald ein Aktienkurs bis zum inneren Wert inklusive Sicherheitsmarge steigt (Prüfung jeweils zu Monatsende), wird der Titel verkauft. Stattdessen wird der nächste Wert aus der zu Jahresanfang erstellten Liste gekauft, sofern das Verkaufskriterium dieser Aktie nicht ebenfalls ausgelöst hat.
  7. Am Ende des Jahres wird der innere Wert (mit Sicherheitsmarge) neu berechnet. Alle Werte deren Kurs nicht mehr unterhalb der neuen Vorgabe liegen, werden verkauft. Stattdessen wird die entsprechende Anzahl an Titeln mit dem größten prozentualen Abstand neu erworben.

 

Zum 30.12.2015 sieht die Liste für 2016 wie folgt aus:

 

Unternehmen WKN Index Aktien-
kurs
Ergebnis
je Aktie
2015 in €
Gewinn 2013-2015 Gewinn 2005-2007 Wachstum innerer Wert innerer Wert abzüglich MOS¹ Abweichung vom inneren Wert abzüglich MOS¹
Dürr 556520 MDAX 73,60 € 4,75 € 4,38 € 0,36 € 36,81% 390,05 € 195,02 € 164,98%
Aareal Bank 540811 MDAX 29,14 € 5,52 € 4,25 € 2,62 € 6,23% 115,74 € 57,87 € 98,59%
Bertrandt 523280 SDAX 111,25 € 6,21 € 6,03 € 1,00 € 25,22% 366,08 € 183,04 € 64,53%
Deutsche Wohnen A0HN5C MDAX 25,61 € 3,02 € 2,38 € 1,15 € 9,56% 83,40 € 41,70 € 62,82%
Airbus Group 938914 MDAX 62,75 € 3,66 € 2,83 € 0,56 € 22,56% 196,23 € 98,11 € 56,36%
Gerry Weber 330410 SDAX 12,78 € 1,07 € 1,39 € 0,49 € 14,05% 39,17 € 19,58 € 53,23%
BMW 519000 DAX 97,63 € 9,43 € 8,80 € 4,15 € 9,84% 265,74 € 132,87 € 36,09%
VW Vz. 766403 DAX 133,75 € 10,93 € 17,13 € 6,80 € 12,24% 360,58 € 180,29 € 34,80%
Siemens 723610 DAX 89,88 € 8,84 € 6,76 € 3,32 € 9,30% 239,60 € 119,80 € 33,29%
Daimler 710000 DAX 77,58 € 8,27 € 7,06 € 3,85 € 7,87% 200,54 € 100,27 € 29,24%

1 Margin of Safety (Sicherheitsmarge)

Vor- und Nachteile der Strategie

Nachteile:

  • Für die Berechnungen müssen teilweise Schätzungen herangezogen werden.
  • Die Gewinne (Ergebnisse) pro Aktie, die in die Berechnungen mit eingehen, können Sondereffekte beinhalten und dadurch das Resultat verfälschen.
  • Es existiert kein Sicherheitsnetz, das vor dem Absturz einzelner Positionen schützt.
  • Die Erstellung der Liste ist mit einigem Arbeitsaufwand verbunden (1x jährlich).

Vorteile:

  • Mit dem KGV und dem Gewinnwachstum gehen zwei aussagekräftige Parameter in die Berechnung ein.
  • Es ist eine Sicherheitsmarge eingebaut.
  • Mit zehn Positionen ist die Strategie ausreichend diversifiziert.
  • Die Strategie ist frei von Emotionen.
  • Umschichtungen werden in der Regel selten durchgeführt.


Zur Performance der Strategie in der Vergangenheit liegen leider keine Zahlen vor.

 

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